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Frankreich

Für welche Wirtschaftspolitik Emmanuel Macron steht

Emmanuel Macron setzte sich am Sonntag bei der Stichwahl ums französische Präsidentenamt durch. Im Bild sein Auftritt am Wahlabend.
Emmanuel Macron setzte sich am Sonntag bei der Stichwahl ums französische Präsidentenamt durch. Im Bild sein Auftritt am Wahlabend.(c) Getty Images (Aurelien Meunier)
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Viele haben Emmanuel Macron gewählt, um Marine Le Pen zu verhindern. Macron hat den Ruf, ein Präsident der Eliten zu sein. Aber ist das gerechtfertigt?

Rund vier Jahre ist es her, dass in Frankreich die Gelbwesten auf die Straße gingen, um gegen die von der Regierung geplante Spritpreiserhöhung und ein Tempolimit zu protestieren. Was eigentlich dem Klima dienen sollte, wurde einst von Emmanuel Macron und seiner Regierung in Paris ausgeheckt. Dass viele Franzosen am Land – sie pendeln teilweise zig Kilometer zum Arbeitsplatz – höhere Benzinpreise nicht einfach hinnehmen wollen, hatte die Regierung zu wenig berücksichtigt. Schließlich setzte die Regierung ihren Reformkurs für einige Monate aus.

Vor der jüngsten Stichwahl um das französische Präsidentenamt wurde bei vielen die Erinnerung an die Gelbwestenproteste wieder wach. Was, wenn Inflation und teure Energie die Menschen in die Arme von Macrons Widersacherin treiben würde? Es kam bekanntlich anders, die rechtsextreme Marine Le Pen unterlag dem Amtsinhaber. Trotzdem werden viele Kommentatoren der Wahl nicht müde zu betonen, dass die Mehrheit der Menschen in Frankreich Le Pen verhindern wollte – und nicht Macron wählen. Er hat den Ruf, ein Präsident der Reichen zu sein; ein neoliberaler Präsident; einer, der sich um die einfachen Menschen nicht schert. Aber stimmt das?