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Kommentar

Kämpfen wir dafür, dass Donald Trump Lügen verbreiten darf!

Donald Trump
APA/AFP/MANDEL NGAN
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Es wäre schön, wenn Politiker und Prominente nicht jeden Tag Unsinn auf Twitter posten würden. Also alle Macht den Faktencheckern? Bloß nicht.

Nach der Übernahme durch Elon Musk gehen Experten davon aus, dass ein berühmter gesperrter User bald wieder die Plattform bespielen darf: Donald Trump. Im Juni 2020 begann Twitter, die Nutzung der Plattform für den damaligen US-Präsidenten einzuschränken, anfangs mit Warnhinweisen. Karl Gaulhofer erklärte damals in einem Kommentar, warum er eine solche Zensur für falsch hält: 

Galileo Galilei brummt in seinen Bart: "Es ist zum Verrücktwerden!" Die Thesen des Kopernikus stimmen, ganz klar: Die Erde dreht sich um die Sonne, nicht umgekehrt. Das zeigen doch schon die Gezeiten. Galilei weiß, dass er sich damit gegen die herrschende Meinung stellt, und er formuliert deshalb nur vorsichtig, aber in der Sprache des Volkes, nicht im unverständlichen Latein der Gelehrten.

Doch damit er die Menschen erreichen kann, muss er seine Texte auf diese neumodischen Plattformen im Zwischennetz stellen, auf Twitter und Facebook. Und so schnell kann er gar nicht schauen, wie die dortigen Zensoren - "Faktenchecker" nennen sie sich, wie vermessen! - seine Posts wieder gelöscht haben. Die als obskur geltenden Schriften des Kollegen Kopernikus hat man nur suspendiert. Sie dürfen mit Warnhinweisen und Links zum "abgesicherten" Wissensstand erscheinen.