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Landwirtschaft

Wie sinnvoll ist es, Brachflächen zu beackern?

Welche Landwirtschaft wollen wir? Österreich ist vorgeprescht und hat den Schutz von Brach-Flächen aufgehoben (Archivbild).
Welche Landwirtschaft wollen wir? Österreich ist vorgeprescht und hat den Schutz von Brach-Flächen aufgehoben (Archivbild).REUTERS
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Ein neuer Konflikt baut sich zwischen Umweltbewegten und Landwirtschaft auf. Es geht um die Brachflächen.

Seit Beginn des Krieges, den Russland gegen die Ukraine führt, kennen die Preise für Getreide und andere landwirtschaftliche Produkte nur eine Richtung: Sie steigen. Experten sind davon überzeugt, dass sich diese Entwicklung in den kommenden Monaten fortsetzen wird. Durch den Krieg wird es auch zu spürbaren Rückgängen der Ernten sowohl in der Ukraine als auch in Russland kommen. Verschärft wird die Preisentwicklung noch durch die steigenden Treibstoffpreise, die sich unmittelbar auf die Transportkosten auswirken.

Angesichts dieses Szenarios nimmt die Zahl derer zu, die sich von der EU wünschen, hehre Vorsätze über Bord zu werfen. Da wäre einmal der „Green Deal“ (Steigerung der Anteils von biologisch bewirtschafteten Äckern, Halbierung des Einsatzes von Pestiziden) und dann noch die brach liegenden Äcker. In den 27 Mitgliedsstaaten sind dies insgesamt zwei Millionen Hektar, wobei sich die Hälfte davon in Spanien befindet, meist in semi-ariden Zonen, in denen ein Anbau ohnehin unwirtschaftlich wäre. Und in Österreich sind es insgesamt etwa 9000 Hektar. Erst vor wenigen Tagen hat Österreich im Eilzugstempo den Anbau auf diesen Brachflächen freigegeben – anders als etwa Deutschland.

Mittelfristig leidet die Produktivität