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Pandemie

Die plausibelste Erklärung für die mysteriöse Hepatitis bei Kindern

Children climb at reopened playground
Weltweit sind bisher 190 Erkrankungen bei Kindern dokumentiert. Auch in Wien wurden die beiden Fälle mittlerweile bestätigt.Getty Images
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Bisherige Erkenntnisse auf Basis der Verläufe erkrankter Kinder deuten auf eine starke Autoimmunreaktion hin. Ausgelöst durch Viren wie etwa das Adeno- und das Coronavirus.

Rund 200 bestätigte Fälle von schweren Erkrankungen, 17 Lebertransplantationen, mindestens ein Todesfall – eine neue Form der Hepatitis bei Kindern bereitet Ärzten weltweit Kopfzerbrechen.

Auch in Wien gibt es seit Montag zwei bestätigte Fälle, der Zustand des Buben und des Mädchens hat sich seit Montag nicht verändert und ist stabil. Die beiden werden im St. Anna Kinderspital behandelt. Die Symptome der betroffenen Kinder sind typisch für eine Leberentzündung: Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, starke Bauchschmerzen, Gelbfärbung der Haut, der Schleimhäute und der Lederhaut des Auges. Die Ursache ist unbekannt. Tests auf die Hepatitis-Viren A, B, C, D und E verlaufen allesamt negativ. Was steckt hinter dieser Erkrankung? Und wie wahrscheinlich ist ein Zusammenhang mit einer vorangegangen Coronainfektion?

Endgültige Antworten auf diese Fragen gibt es noch nicht, da die Untersuchungen – unter anderem die histologischen Begutachtungen der Organe jener Patienten, die einer Transplantation unterzogen wurden – noch im Gange sind.

Allerdings spricht einiges für eine Autoimmunreaktion, verursacht durch Viren wie etwa das Adenovirus („Schnupfenvirus“), das in der Regel harmlose Atemwegsinfekte verursacht, und das Coronavirus, sagt Hepatologe Wolfgang Sieghart, Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und internistische Intensivmedizin in Wien (www.imed19.at). Denn bei vielen erkrankten Kindern wurden diese beiden Viren bzw. Antikörper dagegen, die auf eine zurückliegende Infektion hinweisen, nachgewiesen. Geimpft war im Übrigen fast keines der Kinder, als Nebenwirkung der Impfung kommt diese Hepatitis also nicht infrage.

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