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Saison 2022/23

Was Bettina Masuch im Festspielhaus 2022/23 vorhat

Dramaturgin Bettina Masuch übernimmt die künstlerische Leitung am Festspielhaus St. Pölten.
Dramaturgin Bettina Masuch übernimmt die künstlerische Leitung am Festspielhaus St. Pölten.APA/GEORG HOCHMUTH
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Ein Keersmaeker-Doppel mit ImPuls-Tanz, etwas Neues von Doris Uhlich und Kriegsdenkmäler mit Livemusik.

Bettina Masuch, die aus Solingen stammende Leiterin des Tanzhaus NRW in Düsseldorf, hat ein Faible für zeitgenössischen Tanz. Das merkt man ihrem Programm fürs Festspielhaus an, dessen künstlerische Leitung sie mit 2022/23 übernimmt. 15 zeitgenössische Tanzstücke sind geplant. Zum Auftakt am 7. 10.: „Vlaemsch (chez moi)“ des flämisch-marokkanischen Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui. Und während etwa ImPulsTanz Anne Teresa de Keersmaekers neues Stück nach Wien holt, zeigt man in St. Pölten deren 1992 uraufgeführte „Mozart Concert Arias“.

„Man wird die Gelegenheit haben, zu sehen, wie sich diese Künstlerin entwickelt hat“, sagt Masuch. Ihre Arbeit sieht sie als Ergänzung zum Wiener Angebot. „Es ist ja nichts unproduktiver, als sich um dieselben Produktionen zu streiten.“ Akram Khan kommt mit seiner Version von „Giselle“ nach St. Pölten, Doris Uhlich mit ihrem neuen Projekt „Sonne“. Und Streetdancer Saïdo Lehlouh hinterfragt in seinem Hip-Hop-Stück „Wild Cat“ stereotype Männlichkeit. Mit urbanem Tanz will Masuch auch jüngere Zielgruppen ansprechen.

Ein Filmabend mit Live-Konzert

Das Tonkünstlerorchester präsentiert 2022/23 zwölf symphonische Programme. Anfang 2023 spielt das Orchester zu Jóhann Jóhannssons Sci-Fi-Film „Last and First Men“. Tilda Swinton beschwört darin als Stimme aus der Zukunft: „Listen patiently, for we who are the Last Men earnestly desire to communicate with you, who are members of the First Human Species.“ Dazu sieht man Bilder von Kriegsdenkmälern aus Ex-Jugoslawien. Das sei „wie ein Kommentar zur Gegenwart“, findet Masuch, „als wäre es der Nachruf auf den Ukraine-Konflikt“.

Hier geht's zum Programm.