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Befragung

Schlechte Stimmung bei den Top-Managern

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Die ungewisse Situation um die Energieversorgung und den unsicheren Arbeitsmarkt macht Österreichs Führungskräften zu schaffen.

Wien. Wenn sich Österreichs Topmanager Sorgen um die Wirtschaft in Österreich machen, sollte man das durchaus ernst nehmen, denn es ist meistens ein Vorbote für das ganze Land. Und die Stimmung hat sich dramatisch verschlechtert: Während im Sommer 2021 noch 86 Prozent aller Befragten eine grundsätzliche positive Stimmung aufweisen konnten, sind es im März 2022 nur mehr 52 Prozent. Befragt wurden dafür 232 Führungskräfte von der Beraterfirma Deloitte – beim alljährlichen Stimmungsbarometer. Für Deloitte-Österreich-Chef Harald Breit ist das ein Alarmsignal. „Wenn die allgemeine Stimmung binnen kurzer Zeit so ins Negative kippt, kann es in einer Rezession oder – noch schlimmer – in einer Stagflation enden.“

Die größten Sorgen bereitet die ungewisse Situation um die Energieversorgung, die Lieferketten und die Verfügbarkeit von Rohstoffen. Denn mehr als die Hälfte erwartet negative Auswirkungen auf die Industrie und vor allem auch auf den österreichischen Bankensektor, der in Russland noch immer aktiv ist. Aber es gibt auch hausgemachte Probleme: Die Steuerbelastung in Österreich wird mittlerweile als klarer Wettbewerbsnachteil für den Wirtschaftsstandort angesehen. Vor allem die Einkommensbesteuerung und die Unternehmenssteuern sind der Führungsebene ein Dorn im Auge: Im Hinblick auf den internationalen Vergleich bewerten über 60 Prozent die Einkommensbesteuerung mit „Genügend“ oder „Nicht genügend“.