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Bilanz

Staatliches Hilfspaket brachte ÖBB zurück in Gewinn-Spur

Abseits der Coronapandemie beschäftigte die ÖBB in den vergangenen Jahren vor allem der große Umbau der Mitarbeiterschaft.(c) imago images/Walter Geiersperger (Walter Geiersperger via www.imag)
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Mit 170 Millionen Euro Vorsteuergewinn konnten die Bundesbahnen trotz Krise an das Niveau der Vorkrisenjahre anschließen. Möglich machte das ein Hilfspaket für den heimischen Schienen-Güterverkehr.

Wie bei den meisten heimischen Unternehmen steht auch bei den ÖBB das Geschäftsjahr 2021 stark unter dem Eindruck der Coronapandemie. Die regelmäßigen Lockdowns sorgten für weniger Reisende in den Fernverkehrszügen, Homeoffice wiederum brachte viele Pendler dazu, die S-Bahn oder den Postbus gegen das Internet zu tauschen. Und auch im Güterverkehr sorgten Lieferkettenunterbrechungen für weniger Transporte, während sich die unter Druck geratenen Spediteure auf der Straße einen verstärkten Preiskampf lieferten. Keine guten Voraussetzungen also für ein Verkehrsunternehmen wie die ÖBB, das den Großteil seiner Transportleistung auf der im Vergleich zur Straße eher unflexiblen Schiene abwickelt.

Dennoch konnten die Transportzahlen wieder leicht gegenüber dem ersten Pandemiejahr gesteigert werden. So erhöhte sich die Gesamtzahl aller Fahrgäste um zwölf Prozent auf 323 Millionen. Gegenüber dem Vorkrisenjahr 2019 war das jedoch immer noch ein Minus von gut einem Drittel. Ähnlich das Bild beim Güterverkehr. Hier wurde im Vorjahr mit 94 Mio. Nettotonnen sogar etwas weniger als 2020 transportiert. Da die Transporte jedoch über längere Strecken geführt wurden, lagen die sogenannten Bruttotonnen-Kilometer mit 78.682 Mio. Kilometer sogar auf dem Niveau von 2019.