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Übernahme

Musk erwägt Gehaltskürzungen und Jobabbau bei Twitter

Insidern zufolge warb der Tesla-Chef Elon Musk (hier bei der Eröffnung der Gigafactotybei Berlin) eher mit einer Vision um die Gunst der Banken als mit konkreten Vorschlägen.(c) IMAGO/Political-Moments
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Der Multimilliardär habe Banken, die die Übernahme finanzieren, gegenüber erklärt, er könne die Gehälter von Führungskräften kürzen und neue Wege finden, um Tweets zu monetarisieren, berichten Insider.

Bei den Verhandlungen über die 44 Milliarden Dollar teure Übernahme von Twitter erklärte Elon Musk Bankern, dass für ihn die Gewinnerzielung des Kurznachrichten-Dienstes im Fokus stehen werde. Informierten Kreisen zufolge brachte er dabei Kostensenkungen ins Spiel, die auch den Abbau von Arbeitsplätzen umfassten.

In Telefonkonferenzen vor der Bekanntgabe des Deals beantwortete Musk Bankerfragen dazu, wie er bei Twitter Finanzerträge erwirtschaften würde. Den Insidern zufolge warb der Tesla-Chef eher mit einer Vision um die Gunst der Banken als mit konkreten Vorschlägen. Das genaue Einsparpotenzial sei unklar. Allerdings habe der 50-Jährige darauf verwiesen, dass Konkurrenten wie Facebook-Eigner Meta und Pinterest bessere Bruttomargen aufwiesen als Twitter.

Wie zu hören ist, erörterte er zum einen Ideen zur Monetarisierung der Plattform und zur Steigerung des Cashflows. Dabei ging es auch um potenzielle Abonnementdienste, um wiederkehrende Einnahmen zu erzielen. Musk hat bereits in mehreren Tweets Ideen geäußert, wie der US-Kurznachrichtendienst verändert werden könnte und dabei beispielsweise das gebührenpflichtige Aboangebot Blue angeführt. 

Keine Details zu betroffenen Abteilungen

Zum anderen erwähnte er informierten Personen zufolge speziell Stellenabbau. Dabei ging nicht näher darauf ein, welche Abteilungen oder Positionen betroffen sein könnten. Der reichste Mensch der Welt verwies auf seine Erfolgsbilanz bei Tesla Inc. und SpaceX als Beweis dafür, dass er wisse, wie man Unternehmen zur Rendite hin transformiert.

Zum Zeitpunkt seiner Aussagen hatte Musk keinen Zugang zu nicht-öffentlichen Finanzdaten von Twitter, hieß es von informierten Personen. In Stein gemeißelt sei in Bezug auf seine Erwägungen nichts.

Öffentlich hat sich Musk bislang kaum dazu geäußert hat, wie er bei Twitter das Wachstum ankurbeln will. “Um die Wirtschaftlichkeit geht es mir überhaupt nicht”, erklärte er Anfang des Monats bei einer Ted-Konferenz, kurz nachdem er sein Angebot öffentlich gemacht hatte.

(Bloomberg/APA)