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Die Denkmalgruppe in Kiew soll eine Völkerfreundschaft bezeugen, die es nicht mehr gibt. Sie wurde teilweise demontiert.
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Kulturkampf

Die gnadenlose (Ent-)Russifizierung

In der Ukraine stürzen sie russische Denkmäler, taufen Plätze neu und benennen Straßen um. Selbst Tolstoi gerät ins Visier. Aber Russland geht noch viel brutaler vor.

Wien/Kiew. Ein junger Mann formt seine Hand zum V für Victory. Er sitzt auf dem Kopf eines namenlosen russischen Arbeiters aus Bronze in Kiew. Und er posiert für die Kamera. Die Enthauptung der Statue war ein Unfall. Er ist passiert, als man die bronzene Figur nach 40 Jahren vom Sockel entfernt und von ihrem ukrainischen Pendant getrennt hatte. Das kommunistische Arbeiterpaar war Teil einer Denkmalgruppe über dem Ufer des mächtigen Dnjepr-Flusses in Kiew.

Sie sollte eine Völkerfreundschaft zwischen Russland und der Ukraine bezeugen, die es nicht mehr gibt. Der Krieg in der Ukraine hat das Geschenk vom „Brudervolk“ aus Sowjettagen hoffnungslos entwertet. „Du tötest deine Brüder nicht. Und du vergewaltigst nicht deine Schwestern“, sagt Vitali Klitschko, Bürgermeister von Kiew.

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