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Grüne

Werner Kogler: "Wir sollten nicht übermütig werden"

70 Minuten sprach Werner Kogler am Samstag. Geplant waren 35.
70 Minuten sprach Werner Kogler am Samstag. Geplant waren 35.APA
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Werner Kogler, der Mahner: Wenn draußen Krisen wüten, müssten die Grünen stabil sein. Die Partei bestätigte ihn – stabil – mit 96 Prozent als Chef.

Zwölf Stunden vor dem großen Auftritt, während die Delegierten an der Bar stehen, sitzt Werner Kogler in einem Hotelzimmer. Der Grünen-Chef schreibt noch an seiner Rede – fügt den einen Gedanken dazu, streicht aber vermutlich keinen anderen. Seine Mitarbeiterinnen kennen das schon: Die Uhr auf der Bühne im Congresscenter in Villach ist deswegen schon so eingestellt, dass sie nicht die verbleibenden Minuten der Redezeit anzeigt – sondern die verstrichenen. Kogler, das wissen sie, wird sich ohnehin an keine Zeitbeschränkung halten. Es ist nach Mitternacht, als er offenbar mit seinem Text zufrieden ist. Mit Lederjacke und Wasserglas stößt Kogler zur Menge hinzu.

Am nächsten Morgen ist er, Kogler, der wichtigste Tagesordnungspunkt hier am Bundeskongress der Grünen. Rund 290 Delegierte sind nach Villach gekommen, um ihn in seiner Funktion als Parteichef wiederzuwählen. Und es ist dann doch erstaunlich, welche Ansprache Kogler dafür geschrieben hat.