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Was tun gegen Kreditkartenbetrug?

Eine der Gefahren: Skimming - eine Art des Datenklaus über manipulierte Geldautomaten.
Eine der Gefahren: Skimming - eine Art des Datenklaus über manipulierte Geldautomaten.(c) REUTERS (Suzanne Plunkett)
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Boomender Onlinehandel und wieder erwachende Reiselust machen bargeldloses Zahlen stets beliebter. Damit brechen auch für Kriminelle gute Zeiten an. Wo Gefahr lauert und wie man sich schützen kann.

Wien. Die Urlaubszeit hat mit den Osterferien begonnen. Und – glaubt man den Reiseveranstaltern – buchen die Österreicher auch für den Sommer schon wie verrückt. Kein Wunder, nach zwei Jahren Pandemie und etlichen Lockdowns ist die Sehnsucht nach einem Ortswechsel groß.

Ein besonders im Urlaub – und dabei speziell im Ausland – ganz wichtiges Accessoire ist die Kreditkarte. Wobei meist schon die Reise, ob individuell oder im Reisebüro, mit Karte bezahlt wird. Meist klappt alles reibungslos, und auch der bei der Karte inkludierte Versicherungsschutz muss nicht in Anspruch genommen werden. Aber mit der zunehmenden Reiselust erwachen die Betrüger eben auch. Und neben dem Onlinehandel, der durch die Pandemie noch einen zusätzlichen Schub bekommen hat, erhalten sie nun ein weiteres, reichliches Betätigungsfeld.

Kreditkartenbetrug – das ist generell ein Thema, das trotz hoher und laufend verbesserter Sicherheitsmaßnahmen mit der vermehrt bargeldlosen Bezahlung in Geschäften und in der Gastronomie sowie im Internet nicht nur in den Ferien Saison hat. Mit den stetig wachsenden Aktivitäten im Internet und dem immer beliebteren Gebrauch von Plastikgeld und bargeldlosem Zahlen nimmt die Cyberkriminalität ganz einfach zu. Laut Bundeskriminalamt stieg sie im Jahr 2020 um 45 Prozent. Die Höhe des Schadens ist freilich eines der bestgehüteten Geheimnisse der Kartenanbieter.

218,7 Millionen Zahlungen

Hierzulande teilen sich die beiden Anbieter für bargeldlosen Zahlungsverkehr, Card Complete und Paylife, den Markt. Ende 2020 waren laut österreichischer Nationalbank insgesamt 3,69 Millionen Kreditkarten im Umlauf, wobei Visa und Mastercard weit vor American Express und Diners dominieren. Mit ihnen wurden 218,7 Millionen Zahlungen mit einem Gesamtwert von 14,8 Milliarden Euro durchgeführt. Das Nutzungsvolumen mit Kreditkarten hat sich innerhalb von zehn Jahren mehr als verdoppelt. „Im Verhältnis zu der Zahl der Karten und Transaktionsvolumina ist der Schaden gering“, betont daher Volker Moser, Kommunikationschef bei Card Complete.

Dennoch: Die Betrüger schlafen nicht und erfinden auch immer neue Tricks, wobei ihnen die Elektronik und das Internet ein breites Feld bieten. Am häufigsten verbreitet sind laut Moser vier Delikte.