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Champions League ist zu 100 Prozent österreicherfrei

Champions League Prozent oesterreicherfrei
(c) REUTERS (STRINGER/ITALY)
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Arnautović und Prödl schieden mit Werder Bremen und Marc Janko mit Twente Enschede aus. Vielleicht aber kommt Schiedsrichter Robert Schörgenhofer noch zu Einsätzen.

Wien/Mhk. Von den Gedanken an die Titelverteidigung muss sich Marko Arnautović verabschieden. Im Mai 2010 hat er als Inter-Mailand-Spieler den Champions-League-Pokal in die Höhe stemmen dürfen – ohne je eine Minute für Inter in der Königsliga gespielt zu haben. Im Mai des kommenden Jahres wird er die Hand aber nicht am Pokal haben. Denn sein neuer Klub Werder Bremen verpasste als Vierter und Letzter der Gruppe A den Aufstieg in das Achtelfinale.

Dafür ausschlaggebend war eine klare 0:3-Niederlage gegen die englischen Tottenham Hotspurs. Im Unterschied zur Vorsaison war Arnautović mehrmals für seinen Klub in der Champions League eingelaufen. Beim letzten Spiel aber hatte er wegen Adduktorenproblemen passen müssen. Neben ihm waren neun weitere Spieler aus dem Werder-Bremen-Kader verletzt. Mit Arnautović schied auch sein Mannschaftskollege Sebastian Prödl aus.

Auch Marc Janko verpasst mit Twente Enschede das Achtelfinale. Twente musste sich – ebenfalls in Gruppe A – Inter Mailand mit 0:1 geschlagen geben. Janko trauerte nicht nur einer starken ersten und schwachen zweiten Halbzeit nach, sondern ärgerte sich auch über die vielen nicht geahndeten Ellbogenattacken von Marco Materazzi gegen ihn: „Scheinbar sind diese kleinen Sauereien in Italien normal“, meinte Janko. Überhaupt hätten ihn weder Leistung noch Spielweise von Inter beeindruckt.

Der dritte Gruppenplatz bedeutet für Janko den Abschied aus der Champions League. Genauso wie für Spartak-Moskau-Legionär Martin Stranzl. Damit ist die Champions League für den Rest der Saison zu 100 Prozent österreicherfrei. Zumindest auf dem Spielersektor. Vielleicht aber kommt Schiedsrichter Robert Schörgenhofer noch zu Einsätzen. Er feierte am Dienstag bei Chelsea gegen Zilina sein Debüt.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 26.11.2010)