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Reifeprüfung

Für 46.000 Schüler startet die Zentralmatura

Gestartet wird die Zentralmatura am Montag mit Latein und Griechisch.
Gestartet wird die Zentralmatura am Montag mit Latein und Griechisch.Sina Schuldt/picturedesk
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Auch für die heurigen Kandidaten gibt es gewisse Erleichterungen. Trotz breiter Kritik ist die mündliche Matura aber, anders als in den Jahren zuvor, wieder verpflichtend.

Es geht wieder los: Für rund 46.000 Prüfungskandidatinnen und -kandidaten steht ab heute die heurige Zentralmatura am Programm – an insgesamt 737 Schulstandorten im ganzen Land.

Gestartet wird die schriftliche Klausur mit Latein und Griechisch. In diesen beiden Fächern treten mit lediglich rund 2100 Maturanten und Maturantinnen vergleichsweise wenige an. Am Dienstag folgt Mathematik, am Mittwoch wird aufgrund des Landesfeiertags in Oberösterreich pausiert. Am Donnerstag steht Deutsch am Programm, das als einziges Fach für alle Maturanten verpflichtend ist. Am Freitag findet die Klausur in Englisch statt. In der darauffolgenden Woche folgen die Klausuren in Französisch (9. Mai), Spanisch/Slowenisch/Kroatisch (11. Mai) und Italienisch (12. Mai).

Coronatest ist Voraussetzung

Die Logistik dahinter ist enorm: Nach Angaben des Bildungsministeriums wurden dafür rund 220.000 Aufgabenhefte mit insgesamt 4,3 Millionen Seiten gedruckt. „Eine flächendeckende Abschlussprüfung wie die Matura ist selbstverständlich auch ein großer logistischer Aufwand“, sagt Bildungsminister Martin Polaschek (ÖVP). Sein Dank gelte allen Pädagogen, Schulleitern und Bildungsdirektionen, die den Ablauf ermöglichten.

Die Pandemie spielt auch für den heurigen Jahrgang eine Rolle, wenn auch eine geringere als in den beiden Jahren zuvor, da anders als 2020 und 2021 heuer wieder verpflichtend mündlich maturiert werden muss. Doch auch heuer gelten bestimmte Hygieneregeln: Für die Teilnahme an der Matura ist wie schon im Vorjahr an jedem Prüfungstag ein negativer Coronatest (Antigentest höchstens 24 Stunden vor Prüfungsbeginn, PCR-Test höchstens 72 Stunden vor Prüfungsbeginn) erforderlich. Ausgenommen sind Personen, die in den letzten 60 Tagen eine Infektion durchgemacht haben. Eine Maske muss während der Matura allerdings nicht getragen werden.

Wie schon in den beiden Vorjahren gibt es wieder eine Stunde mehr Arbeitszeit bei jeder Klausur. Konkret bedeutet das zwischen 330 und 360 Minuten Arbeitszeit. An die schriftliche Matura fügt sich dann ab Ende Mai die mündliche Reifeprüfung an. Die breite Kritik von Schüler- und Elternvertretern hat nichts daran geändert, dass Polaschek sie heuer wieder verpflichtend durchführen lässt.

„Ich bin sehr froh, dass dieses Jahr auch die mündliche Matura wieder für alle stattfinden kann. Denn die Schülerinnen und Schüler haben sich diesen formellen und feierlichen Abschluss nach vielen Jahren in der Schule verdient“, heißt es in der Aussendung Polascheks. „Es ist ganz normal, dass man vielleicht ein wenig nervös ist vor einer großen Abschlussprüfung. Aber ich bin mir sicher, dass die Schülerinnen und Schüler sich gut vorbereitet haben und die Prüfungen erfolgreich absolvieren werden.“

Manche Erleichterung bleibt

Zwar ist die mündliche Prüfung wieder Pflicht. Für diese gibt es aber auch heuer seitens des Ministeriums wieder Erleichterungen. So wurden etwa die Themengebiete für die mündliche Matura eingeschränkt. Sowohl für die Klausur als auch für die mündliche Prüfung gilt zudem, dass die Note der Abschlussklasse in die Maturanote einberechnet wird. Bei der schriftlichen Matura müssen dafür allerdings zumindest 30 Prozent der Gesamtpunktezahl erreicht werden, um eine Abgabe von leeren Prüfungsbögen – wie das etwa 2020 der Fall gewesen ist – zu verhindern.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 02.05.2022)