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Volksbegehren

Volksbegehren fordert Hilfe für die Psyche von Jugendlichen

Jugendliche haben derzeit mit vielen psychischen Problemen zu kämpfen.Die Presse/Fabry
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Volksbegehren für mentale Gesundheit der Jugend gestartet. Gefordert wird vor allem mehr Prävention in der Schule.

Jeder zweite Jugendliche hat depressive Symptome, jeder Sechste denkt wiederholt an Suizid: Die prekäre Lage der psychischen Gesundheit österreichischer Jugendlicher hat sich laut einer Studie der Donau-Uni Krems seit letzten Herbst weiter verschlechtert.

Die ÖVP-nahe Schülerunion initiierte nun ein Volksbegehren für bessere Früherkennung und Prävention, mehr Schulsupportpersonal wie Schulpsychologen, -psychotherapeuten und -sozialarbeiter und die Aufnahmen des Themas Mentale Gesundheit in den Lehrplan. Von 2. bis 9. Mai kann das „Mental Health Jugendvolksbegehren“ - ebenso wie sechs weitere Volksbegehren - unterschrieben werden, das unter anderem vom Bundesverband für Psychotherapie, der Ärztekammer oder Prominenten wie Paul Pizzera oder Michael Buchinger unterstützt wird.

„In der Schule verbringen die Kinder die meiste Zeit, deshalb wollen wir hier ansetzen“, erläuterte die Initiatorin und Schülerunion-Bundesobfrau Carina Reithmaier am Montag die Forderungen. Zur Früherkennung und Prävention brauche es die Aus-und Weiterbildung von Lehrpersonen sowie das Angebot von Workshops und Informationsmaterial für Erziehungsberechtigte.

Ein besonderer Schwerpunkt müsse auf den flächendeckenden Einsatz von bestehenden Mobbing- und Suizidpräventionsprogrammen im Schulalltag gelegt werden. "Um das Thema psychische Gesundheit zu enttabuisieren, muss es auch im Unterricht aufgerollt und behandelt werden", sagte Reithmaier.

Kein konkretes Unterschriften-Ziel

Zudem herrsche "akuter Bedarf von 1000 Schulpsychologen, sagte auch Julian Christian, Vorsitzender der Bundesjugendvertretung. Er rief "alle Jugendlichen und Verbündeten" zur Unterzeichnung des Volksbegehrens auf. Ein konkretes Unterschriftenziel nannte Reithmaier auf Nachfrage nicht. "Ziel ist es, so viel Unterschriften wie möglich zu sammeln." Jede unterstützende Person sei wichtig.

>> Zu den Forderungen des Volksbegehrens: gutundselbst.at

 

(APA)