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Interview

Mathematikmatura: "Zu sagen, es wird leicht, ist gefährlich"

Mathematiker Eichmair plädiert für einen Teil der Matura, der ohne Taschenrechner gelöst werden soll.
Mathematiker Eichmair plädiert für einen Teil der Matura, der ohne Taschenrechner gelöst werden soll.(c) Getty Images
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Der Leiter der Beratungsgruppe Mathematik bei der Zentralmatura, Michael Eichmair, über die heutige Klausur, das Für und Wider des Taschenrechners und „Schludern“ bei Lehrplänen.

„Die Presse“: Heute findet die Zentralmatura in Mathematik statt. Wird sie heuer wieder so gut ausfallen wie im Vorjahr?

Michael Eichmair: Es gibt Effekte, die kann man nicht vom Geschehen trennen. Die Pandemie etwa ist so ein Faktor. Wenn wir sagen, alles wird diesmal ganz leicht, dann ändert sich das Vorbereitungsverhalten der Schüler und Lehrer. Das wäre gefährlich. Ich weiß, dass der heurige Termin von der Beratungsgruppe viel Sorgfalt und Liebe erfahren hat. Es war ein schwieriger Weg, aber schließlich gab es eine gute Zusammenarbeit mit dem Referatsleiter im Ministerium und seinem Team.

Hat sich die Zusammenarbeit seit dem Ministerwechsel verändert?

Die Beratungsgruppe hat Heinz Faßmann auf seine Bitte an mich hin beraten. Sie ruht seit 1. Jänner. Den Kontakt, den ich mit dem Bundesministerium auf dieser Ebene habe, ist sehr überschaubar, seit Faßmann nicht mehr Minister ist.

Faßmann hat 2020 die AHS-Mathematikmatura reformiert, weil sie einmal gut und einmal schlecht ausfiel. Ist sie nun zu leicht?

Was die Beurteilung betrifft, haben wir uns im Vorjahr wahnsinnig über die Ergebnisse gefreut. Wir verwehren uns dagegen, dass irgendetwas geschenkt war. Was sicher richtig ist, ist, dass wir den Termin sehr sorgfältig überarbeitet hatten.