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Gastkommentar

Wer zahlt den Wiederaufbau?

Es ist klar, dass der Ukraine geholfen werden muss. Die Frage ist nur, in welchem Umfang.

Der Autor:

Bernhard Görg (*1942) war Chef des größten österreichischen Personalberatungsunternehmens, der Neumann-Gruppe, bevor er 1992 Obmann der ÖVP Wien wurde. Heute ist er als Autor tätig.

Das war doch einmal eine Überraschung: Ausgerechnet die friedensbewegten deutschen Grünen haben sich dafür entschieden, Churchill zu sein. Und bilden damit einen erfreulichen Gegenpol zu all den deutschen „public figures“, die sich in den letzten Tagen allesamt als Chamberlains geoutet und der Regierung dringend empfohlen haben, vor Putin einzuknicken.

Klar ist, dass die Lieferung von schweren Waffen den Krieg verlängern und die Wiederaufbaukosten steigern wird. Weniger klar ist, wie der Krieg enden wird. Wenn man ein Resume aus all den gemachten Vorhersagen über den Ausgang des Krieges ziehen möchte, gilt als wahrscheinlichste Variante ein Erschöpfungsfrieden. Mit einer gegenüber dem Ist-Zustand noch stärkeren Anbindung zumindest des Donbass an Russland. Bei den Friedensverhandlungen wirddie Ukraine zwei Bedingungen zu stellen versuchen, deren Adressat nicht Russland, sondern der Westen sein wird: Die Garantie, vor weiteren militärischen Aggressionen durch Russland geschützt zu sein, und die Zusage, die Kosten für den Wiederaufbau zu übernehmen.