Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
Exklusiv

Bawag kauft Geschäft der Sberbank Europe

EU Sanktionen: SBERBANK // EU sanctions: SBERBANK
Die am Schwarzenbergplatz in Wien ansässige Sberbank Europe wickelt sich selbst ab.Tobias Steinmaurer / picturedesk.com
  • Drucken

Einige österreichische Banken erwerben die Assets der geschlossenen und sanktionierten Sberbank Europe – dank einer Ausnahme der USA.

Es war eine der ersten direkten Auswirkungen der westlichen Sanktionen gegen Russland. Keine Woche nachdem Wladimir Putin die Invasion der Ukraine angeordnet hatte, sperrten die europäischen Bankenaufseher jegliche Zahlungsflüsse der in Wien ansässigen Sberbank Europe, der Tochter des größten – mehrheitlich im Staatsbesitz befindlichen – russischen Kreditinstituts. Nur wenige Tage später, am 1. März, untersagte die Finanzmarktaufsicht (FMA) der Bank den Geschäftsbetrieb und stellte dem Management einen staatlichen Aufpasser zur Seite.

Der Grund für das rasche Einschreiten der Aufseher: Aus Sorge um ihr Erspartes zogen viele der insgesamt 775.000 Kunden der Sberbank Europe ihre Einlagen schneller ab, als es die Bank hätte verkraften können – ein Zahlungsausfall drohte. Da die Bank in acht europäischen Staaten (Österreich, Deutschland, Tschechien, Ungarn, Slowenien, Kroatien, Serbien, Bosnien und Herzegowina) tätig war, wurde sie zwar direkt von der EZB beaufsichtigt, aber etwaige Abwicklungen mussten jeweils auf nationaler Ebene umgesetzt werden – ein sehr komplexer Prozess.