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Umfrage

Die Inflation ist in der Geldbörse angekommen

Längst ist die Teuerung auch bei Lebensmitteln spürbar, zeigt eine Durchblicker-Umfrage.(c) imago images/Xinhua (Georges Schneider via www.imago-images.de)
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Knapp 90 Prozent klagen über gestiegene Fixkosten. Die Preissteigerungen sind nicht mehr nur bei Energie, sondern auch bei Lebensmitteln und Lokalbesuchen spürbar.

Die hohe Inflation ist nicht nur ein statistisches Phänomen, sie ist auch in der Geldbörse der Österreicherinnen und Österreicher spürbar. Knapp 90 Prozent gaben in einer Umfrage in der ersten Aprilhälfte an, ihre Fixkosten seien gestiegen, praktisch alle rechnen heuer mit einem Anstieg. Spürbar sind die Preissteigerungen längst nicht mehr nur bei Treibstoffen, Strom und Gas sowie Wohnkosten, sondern auch bei Lebensmitteln und Lokalbesuchen, zeigt eine Durchblicker-Umfrage.

Neun von zehn Befragten schränken ihre Ausgaben wegen der Inflation ein, 38 Prozent sogar sehr. Schlechte Nachricht für die heimische Gastronomie: Drei Viertel sparen nun beim Ausflug in Restaurants, Bars und Cafe. Aber auch für Bekleidung und Reisen gibt die Mehrheit nun weniger aus. Zwölf Prozent haben weniger Geld für Gesundheit und Bildung zur Verfügung.

Jeder achte Haushalt kann Fixkosten nicht decken

Jeder achte Haushalt gab in der Umfrage an, die Fixkosten nicht mehr decken zu können. Dabei kommt zur Inflation noch dazu, dass 18 Prozent der Haushalte mit weniger Einkommen auskommen müssen, wegen Kurzarbeit oder einer Kündigung. In Wien und Kärnten hat sogar fast ein Viertel der Haushalte weniger Geld zur Verfügung. Allerdings ist die Lage derzeit wesentlich besser als vor einem Jahr, im April 2020 hatten noch 43 Prozent der Haushalte über Einkommenskürzungen geklagt.

"62 Prozent der österreichischen Haushalte sind hinsichtlich ihrer persönlichen, finanziellen Situation besorgt und rechnen mit keiner Besserung", heißt es in der Umfrage. Am pessimistischsten sind dabei die Menschen im Burgenland, überdurchschnittlich düster blicken auch Oberösterreicher, Niederösterreicher, Kärntner, Steirer und Salzburger in die Zukunft, etwas weniger pessimistisch sind die Wiener, Tiroler und Vorarlberger.

84 Prozent wollen Strom sparen

Mehr als die Hälfte der Befragten hat in den letzten drei Monaten eine Erhöhung der Strom- oder Gasrechnung erlebt. Nun wollen 84 Prozent beim Strom sparen, etwa durch den Austausch von Altgeräten, 75 Prozent wollen beim Heizen sparen, darunter acht Prozent durch den Einbau neuer Heizungssysteme. Knapp die Hälfte denkt über die häufigere Nutzung von Rad oder Öffis nach. 15 Prozent wollen sich eine günstigere Wohnung suchen, sieben Prozent anders bei den Wohnkosten sparen.

Das Marktforschungsinstitut respondi hat im Auftrag von Durchblicker in der ersten Aprilhälfte 1200 Personen befragt, die Ergebnisse seien repräsentativ für die erwachsene Bevölkerung.

 

(APA)