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Leitartikel

Das Schlimmste liegt wohl noch vor uns

Das EZB-Hauptquartier in Frankfurt am Main. Das EZB-Direktorium schläft vorerst noch in der Pendeluhr.(c) imago/Michael Schick (imago stock&people)
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Die Inflation wird bald zweistellig, die Notenbanken müssen kräftig reagieren. Das sind hässliche Vorzeichen für Stagnation und Immobilienpreisverfall.

Wir sind ja schon einiges gewohnt und entsprechend abgebrüht. Das ist wohl der Grund, dass diese Meldung von Mitte der Woche so stoisch aufgenommen wurde: Die Produzentenpreise im Euroraum lagen im April um 36,8 Prozent über dem Vorjahreswert. 36,8 Prozent! Eine Preissteigerung, wie es sie seit dem Zweiten Weltkrieg nie gegeben hat!

Produzentenpreise sind ein Vorlaufindikator für die Verbraucherpreise. Sie sickern in den folgenden Monaten zu den Endkonsumenten durch. Nicht in vollem Umfang. Aber wenn nur ein Drittel dieser Kostensteigerungen die Verbraucher erreicht, dann sind wir im Sommer bei zweistelligen Teuerungsraten. Das Schlimmste liegt also noch vor uns.