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Porträt

Der neue Rektor der Uni Wien: Wissenschaft sticht Management

Mit Oktober wird Sebastian Schütze sein neues Amt antreten.
Mit Oktober wird Sebastian Schütze sein neues Amt antreten.UNIVERSITÄT WIEN/JOHANNES HLOCH
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An der Spitze der Universität Wien wird mit Sebastian Schütze bald ein Kunsthistoriker stehen. Hochschulpolitisch „ein unbeschriebenes Blatt“, wissenschaftlich „eine Identifikationsfigur“.

Wer bei den Buchmachern auf diesen Ausgang der Rektorswahl der Universität Wien gesetzt hätte, wäre jetzt wohl steinreich. So oder so ähnlich fallen die Reaktionen auf die Entscheidung an der größten Hochschule des Landes aus. Denn mit Sebastian Schütze hätten die wenigsten gerechnet. Am vergangenen Wochenende hat sich der Universitätsrat sehr deutlich, nämlich einstimmig, für ihn entschieden. Der 61-Jährige wird ab Oktober die Leitung der ältesten Universität im heutigen deutschen Sprachraum übernehmen.

Beobachter aus der Hochschule nennen das eine „interessante Entscheidung“. Man habe den Wissenschaftler und nicht den Uni-Manager gewählt. Das sei in einer Zeit, in der die Professionalisierung des Uni-Managements allgemein voranschreitet, eher ungewöhnlich. Denn Schütze ist Dekan der Historisch-Kulturwissenschaftlichen Fakultät der Uni Wien und „hochschulpolitisch ein unbeschriebenes Blatt“. Aber vielleicht brauche eine so große Institution wie die Universität Wien auch eine „Identifikationsfigur“, einen „Wissenschaftler zum Aufschauen“.