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Kolumne

Es lebe die Schublade

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 440. Warum „sich neu zu sortieren“ Vorsicht verlangt.

Das gibt es ja immer wieder: Eine Aufgabe will sich nicht und nicht erledigen lassen. Oder umgekehrt: Plötzlich funktioniert etwas, womit nicht mehr zu rechnen war. Diese kleineren oder größeren Zäsuren bewegen Menschen dazu – Achtung, Sprechblase – „sich neu zu sortieren“.

Es bleibt allerdings rätselhaft, wie das in der Praxis aussieht. Zwei Varianten erscheinen denkbar: Erstens, man entscheidet sich für eine Schublade, in die man sich einsortiert. Lade zu, fertig. Doch wer will sich selbst so eindimensional sehen? Zweitens, man nimmt die Frage von Richard David Precht „Wer bin ich und wenn ja, wie viele?“ ernst, teilt sich selbst in mehrere Schubladen auf und feiert die eigene intrapersonelle Vielfalt.

Vorsicht gilt, wenn man sich das nächste Mal neu sortiert: Bis dahin sollte man sich merken, welcher Teil in welcher Schublade steckt.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

Die gesammelten Kolumnen finden Sie hier.