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Lea Streisands „Hätt ich ein Kind“: So weiß wie Schnee, so rot wie Blut . . .

Lea Streisand
Lea Streisand(c) Stephan Pramme
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Mit scharfen Beobachtungen, genauer Recherche und ihrem Berliner Humor schafft Lea Streisand einen Roman, der ein gehaltvolles Lesevergnügen bereitet.

Die Diagnose steht fest: Katharina kann keine Kinder kriegen. Ihre Welt bricht zusammen – meint man. Doch gleich greift die Mittdreißigerin, die gerade an ihrer Dissertation über deutsche Märchen arbeitet, auf Plan B zurück, womit sie ihren Freund, David, verblüfft: Adoption! Es gibt schließlich genug elternlose Kinder, denen die beiden ein liebevolles Heim bieten können. Aber einfacher gedacht als getan: Die Mühlen der Bürokratie mahlen langsam, und so warten sie nach Ausfüllen unzähliger Unterlagen, Offenlegung persönlicher Informationen und Motivationen erst einmal geschlagene zwei Jahre, ohne je eine positive Nachricht zu erhalten. Und dann ist auf einmal Katharinas beste Freundin, Effi, eine Kinderärztin auf der Neonatologie, schwanger – praktisch ein Schlag ins Gesicht. Doch auch den steckt sie weg.