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Firmencheck

So sichern Sie Ihr Unternehmen ab!

(c) Klaus Ranger
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Umfassende Absicherung von Familienbetrieben mit der richtigen Rechtsvorsorge.

Gründung und Übernahme, laufender Betrieb und Nachfolgeregelung – im Leben eines Unternehmens gibt es verschiedene wichtige Einschnitte. Dabei stellen sich immer wieder komplexe Rechtsfragen, deren Beantwortung sowohl das Wohl des Betriebes als auch jenes der Unternehmer und Unternehmerinnen mitentscheiden.

So reicht das Spektrum der Fragen beim Gründen vom Namen des Unternehmens und dem Wirtschaftsjahr bis zur Wahl der optimalen Rechtsform. Davon hängen wichtige Haftungsfragen, steuerliche und organisatorische Themen ab. Ist die Wahl auf eine GmbH gefallen, wird ein Gesellschaftsvertrag benötigt.

Manches wird zwar durch die gewählte Rechtsform geregelt, doch der Teufel steckt bekanntlich im Detail. Deshalb ist ein individueller Gesellschaftsvertrag das beste Fundament für ein Unternehmen.
Daneben üben Notare und Notarinnen bei Gründungen eine wichtige Kontrollfunktion aus: Sie prüfen im direkten Kontakt mit dem Klienten bzw. der Klientin oder online bei der digitalen GmbH-Gründung nicht nur die Identitäten, sondern auch die vorgelegten Urkunden und deren Inhalte.

Das Unternehmen wächst: Um den Fortbestand der Firma und die Familie abzusichern, sollte sich der Unternehmer bzw. die Unternehmerin auch mit Themen wie Ehe- und Partnerschaftsverträgen auseinandersetzen. Sie legen zwischen Ehegatten oder gleichgeschlechtlichen Partnern verbindlich fest, welche Vermögensbestandteile zum Unternehmen gehören und welche eheliches, und damit der Aufteilung unterliegendes Vermögen darstellen.

Mit einer Vorsorgevollmacht kann der Unternehmer oder die Unternehmerin jene Vertrauensperson bestimmen, die ihn im Falle einer Geschäftsunfähigkeit im Unternehmen vertritt und betriebsnotwendige Entscheidungen trifft. Wirksam wird eine Vorsorgevollmacht erst dann, wenn ein Arzt die Handlungsunfähigkeit des Patienten bestätigt hat. Sobald diese wieder gegeben ist, verliert die Vorsorgevollmacht ihre Wirksamkeit.

Die Nachfolge regeln: Eine gelungene Übergabe ist für Übergebergeneration, Übernehmergeneration, die Mitarbeitenden und den Fortbestand des Betriebs unabdingbar. Damit der Wechsel reibungslos und erfolgreich über die Bühne geht, sollte er strukturiert und vor allem zeitgerecht eingeläutet werden. Gerade bei diesem sensiblen Thema nehmen Notare und Notarinnen durch unparteiische Beratung eine ganz besondere Rolle ein: Sie unterstützen die Übergebergeneration dabei, die für sie, die Familie und den Betrieb beste Lösung zu finden.

Regelmäßiger Check: Die Praxis zeigt, wie wichtig Rechtsvorsorge besonders für Familienbetriebe ist. Einmal getroffene Regelungen sollten aber nicht in Stein gemeißelt sein, sondern regelmäßig überprüft und bei Bedarf angepasst werden, etwa bei Heirat, Expansion oder Übergabe.

Zur Person

Michael Umfahrer ist seit Oktober 2019 Präsident der Österreichischen Notariatskammer (ÖNK). Sie ist die gesetzliche Interessensvertretung der bundesweit aktuell 536 Notare und Notarinnen. Michael Umfahrer ist seit mehr als zwanzig Jahren als Notar in eigener Kanzlei tätig, die letzten 15 Jahre davon in Wien.