Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt

Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.

Premium
ESG

Immobilien: Das Ende des Greenwashing

Künftig werden fallweise auch Biologen von der Immobilienwirtschaft zurate gezogen werden.
Künftig werden fallweise auch Biologen von der Immobilienwirtschaft zurate gezogen werden.Getty Images/iStockphoto
  • Drucken

Die EU will bis 2050 klimaneutral werden. Entscheidend dazu beitragen soll die Taxonomie, ein Regelwerk zur Beurteilung der Nachhaltigkeit von Immobilien und Unternehmen.

Peter Engert ist in diesen Wochen ein gefragter Mann: Seine österreichische Gesellschaft für nachhaltige Immobilienwirtschaft (Ögni) ist derzeit die einzige Institution in Österreich, so erzählt er, die nach den neuen Regeln der EU-Taxonomie Gutachten über Immobilien erstellt. Im Vergleich zu seinen Mitbewerbern will Engert die Nase vorn haben, nicht zuletzt dank einer Thinktank-Gesellschaft in Brüssel, die er zusammen mit anderen europäischen Zertifizierern im Vorjahr gegründet hat. Solcherart gute Kontakte zu EU-Verantwortlichen bringen etwa genaues Wissen über noch in Ausarbeitung befindliche Nachhaltigkeitskriterien.

Öko-Zertifikate vor dem Aus

Und diese werden in Zukunft die Immobilienwelt massiv beeinflussen. Die EU-Taxonomie soll Kapitalströme in nachhaltige Investitionen lenken und so dafür sorgen, dass Europa bis 2050 klimaneutral wird. Dazu werden auch Immobilien auf Basis von Nachhaltigkeitskriterien bewertet. Diese Zertifizierung löst die aktuellen Öko-Zertifikate großteils ab. Sie baut auf sechs Umweltzielen des EU-Green-Deals auf, ist somit umfangreicher und vor allem EU-weit einheitlicher als bisherige Nachhaltigkeitsbewertungen (s. Infokasten). Ein zusätzliches Kapitel bei der EU-Taxonomie heißt etwa „Schutz und Wiederherstellung der biologischen Vielfalt und der Ökosysteme“. Damit wird Biodiversität im Zusammenhang mit dem Baugrund künftig eine über Umweltgesetze hinausgehende Rolle spielen, sagt Engert.