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Die „Glühbirne“ leuchtet im Karst von Triest

Blick in die Experimentierhalle von Elettra: Heinz Amenitsch vor dem Synchotronring.
Blick in die Experimentierhalle von Elettra: Heinz Amenitsch vor dem Synchotronring.[ TU Graz/Helmut Lunghammer ]
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Physiker Heinz Amenitsch leitet die österreichische Außenstelle am italienischen Teilchenbeschleuniger Elettra. Hier werden winzige Strukturen mit riesigen Instrumenten erforscht.

Was Heinz Amenitsch schildert, klingt fürwahr fantastisch. „Wir untersuchen einzelne Muskelfasern, um ihre Biomechanik zu verstehen. Mit denselben Werkzeugen charakterisieren wir Mikrostrukturen von Turbinen. Und wir können winzige Injektionsnadeln bauen, mit denen man schmerzfrei Insulin verabreichen kann.“ Wenn der Forscher von den vielfältigen Möglichkeiten spricht, die sich ihm und seinem Team bei Elettra nahe Triest bieten, gerät er ins Schwärmen. Hier kann er tun, wovon er schon als Jugendlicher geträumt hat: verstehen, wie die Natur in ihrem Innersten funktioniert. Und das macht er nun seit bald 30 Jahren.

Denn der gebürtige Kärntner war von Anfang an dabei. Als das Synchotron Elettra 1993 den Betrieb aufnahm, hatte er gerade seine Dissertation abgeschlossen und nahm das Angebot, für das damalige Institut für Biophysik und Nanosystemforschung der ÖAW eine Außenstelle aufzubauen, gern an. „Ich bin ein Mann der ersten Stunde“, sagt er heute und lacht. Die Großspurigkeit ist scherzhaft gemeint, seine Motivation einfach erklärt: „Die Möglichkeiten, die wir hier mit dieser Infrastruktur für Spitzenforschung haben, bieten sich in Österreich nicht.“ Und so wurde er zum Pendler zwischen Österreich und Italien – und zur Anlaufstelle für so manche, die die rot-weiß-rote Infrastruktur im Nordosten Italiens nutzen wollen.