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Karl Nehammer

Die Fortsetzung der Ära Kurz mit anderen Mitteln

Karl Nehammer (49): In seiner Person vermischen sich alte und neue Volkspartei.
Karl Nehammer (49): In seiner Person vermischen sich alte und neue Volkspartei.Die Presse/Clemens Fabry
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Am kommenden Samstag wird Karl Nehammer zum 18. Bundesparteiobmann der ÖVP gewählt. Wo reiht er sich ein in der Riege seiner Vorgänger? Wo steht er weltanschaulich? Und welche Rolle spielt seine Frau nun wirklich?

Als er Bundeskanzler wurde, antwortete Karl Nehammer auf die Frage nach seinem politischen Vorbild, ohne lang nachzudenken: „Leopold Figl.“ Er hätte auch Sebastian Kurz sagen können. Hat er aber nicht.
Wenn man Karl Nehammer so zuhört, wenn er über die ÖVP – er selbst bevorzugt den Begriff Volkspartei – spricht, dann fallen Begriffe wie „Subsidiarität, Personalität, Solidarität“. Begriffe aus der alten ÖVP, wie man sie jahrzehntelang gehört hat – bis hinauf zu Wolfgang Schüssel oder Michael Spindelegger.

Von Sebastian Kurz hatte man solcherart nicht gehört. Sein Blick war nach vorn gerichtet gewesen, mit den Wurzeln der ÖVP hatte er es nicht so, es galt, Wähler von anderen Parteien zu gewinnen, zuerst von den Neos, dann von der FPÖ. Kurz hatte eine neue Bewegung geformt, die türkise Volkspartei, moderner in der Anmutung des Marketings, rechter in der politischen. Er führte die ÖVP damit in für sie zuvor unerreichbare Höhen.