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40. Todestag

Gilles Villeneuve, der tollkühne Rennfahrer

Gilles Villeneuve gab vor dem Start noch ein Interview. 1974 wich ihm sein Sohn, Jacques, nie von der Seite.
Gilles Villeneuve gab vor dem Start noch ein Interview. 1974 wich ihm sein Sohn, Jacques, nie von der Seite.⫻ AFP via Getty Images
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Die Formel 1 vergisst ihre wahren Helden nie, heute vor 40 Jahren verstarb Gilles Villeneuve beim Qualifying in Zolder.

Aufgrund seines verwegenen und draufgängerischen Fahrstils hatte Gilles Villeneuve mehr Rennwagen zu Schrott gefahren als viele andere Formel-1-Piloten zuvor. Doch Ferrari-Gründer Enzo Ferrari, der eine beinahe väterliche Zuneigung zu dem Franko-Kanadier empfand, schien diese Tatsache nicht im Geringsten zu stören. „Ich schätze seinen Kampfgeist mehr als alle anderen Qualitäten, die ein Rennfahrer haben kann. Und neue Autos können wir immer bauen“, bemerkte der sagenumwobene Italiener süffisant.

Villeneuve kam am 18. Jänner 1950 im kanadischen Saint-Jean-sur-Richelieu zur Welt. Der Sohn eines Klavierstimmers nahm bereits als 16-Jähriger gelegentlich an illegalen Straßenrennen teil. Später bestritt er mit großem Erfolg Schneemobil-Rennen und brachte es sogar zum Weltmeister. Von 1974 bis 1977 fuhr Villeneuve in der Atlantic Championship, dem nordamerikanischen Gegenstück zur in Europa und Japan etablierten Formel 2. Dreimal errang er in dieser Rennserie den Titel, ehe er im Sommer 1977 in die Formel 1 wechselte.