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Pianistin im Gespräch

Mitsuko Uchida: "Wienerisch war Beethoven überhaupt nicht"

„In jeder Note von Schubert steckt für mich Wien“, Mitsuko Uchida, geboren 1948 in Atami, Japan.
„In jeder Note von Schubert steckt für mich Wien“, Mitsuko Uchida, geboren 1948 in Atami, Japan.[ Universal]
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Mitsuko Uchida über ihre US-Tour, Beethovens „Diabelli-Variationen“, Entdeckungen bei Schumann und ihr persönliches Verhältnis zu Wien, wo sie ihre Jugend verbracht hat und demnächst im Musikverein auftritt.

Die Presse: Sie waren gerade auf Tournee durch die USA. Gibt es dort wieder einen normalen Kulturbetrieb?

Mitsuko Uchida: Es ist in jedem Staat, ja in jeder Stadt anders. In Chicago musste man täglich testen, um als Solist ohne Maske auf der Bühne zu sitzen. In der New Yorker Carnegie Hall war es genauso, die Orchestermusiker trugen alle Masken. In Cleveland wurde nur einmal die Woche getestet. Auch dort spielte das Orchester mit Maske, von den Solisten hat man es nicht verlangt.


Sie haben nun Beethovens „Diabelli-Variationen“ aufgenommen, ein Werk, das Sie schon mehrmals aufgeführt haben, auch in Wien. Was reizt Sie daran?

Durch die Pandemie habe ich so viel Zeit wie noch nie zu Hause verbracht. Das war eine Gelegenheit, dieses Werk in Ruhe aufzunehmen. Die „Diabelli-Variationen“ sind sicher Beethovens wichtigstes Klavierwerk. Sie haben ihn über mehrere Jahre beschäftigt, unterbrochen durch die Arbeit an seinen letzten drei Sonaten und der „Missa solemnis“.


Dennoch lässt sich kein Bruch erkennen.