Zwischenbilanz

Infineon hebt nach Umsatzplus Prognose an

Erlöse des deutschen Halbleiterkonzerns sind im vergangenen Quartal um 22 Prozent gestiegen. Unwägbarkeiten belasten die Lieferketten.

Der deutsche Halbleiterhersteller Infineon, der in Österreich unter anderem mit einem großen Werk in Villach in Kärnten vertreten ist, blickt nach einem Umsatzplus im abgelaufenen Quartal etwas zuversichtlicher auf das laufende Geschäftsjahr 2021/22. Der Umsatz werde sich in den zwölf Monaten bis Ende September auf rund 13,5 Milliarden Euro verbessern, teilte der Konzern am Montag mit.

Bisher hatte Infinoen mit 13 Milliarden Euro gerechnet. Auch die Segmentergebnis-Marge werde mit mehr als 22 Prozent besser ausfallen als bisher angenommen. Nach wie vor übersteige die Nachfrage das Angebot deutlich, sagte Infineon-Chef Jochen Hanebeck. Zudem belasteten globale Unwägbarkeiten die Lieferketten, insbesondere der Krieg in der Ukraine und der weitere Verlauf der Coronapandemie.

Um die hohe Nachfrage erfüllen zu können, plane Infineon für das Geschäftsjahr Investitionen von 2,4 Milliarden Euro. Schwerpunkt sei der Ausbau der Kapazitäten in der Frontende-Fertigung. Erst im vergangenen Jahr hatte Infineon in Villach ein neues Werk eröffnet. Im Februar kündigte der Konzern Milliardeninvestitionen in Malaysia an.

Im abgelaufenen zweiten Quartal legten die Erlöse auf Jahressicht um 22 Prozent zu auf 3,3 Mrd. Euro. Analysten hatten mit 3,21 Milliarden Euro gerechnet. Die Segmentergebnis-Marge verbesserte sich auf 23,1 Prozent. Nach Steuern verdiente Infineon mit 469 Millionen Euro um 3 Prozent mehr als im Vorquartal und ebenfalls mehr als erwartet. 

(APA/Reuters)

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