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Bankkredite

Jetzt noch schnell einen Kredit?

Energie- und Rohstoffpreise entfachten weltweit die stärkste Inflationswelle seit rund 40 Jahren. Das macht Fixzinskredite wieder attraktiver.(c) imago images/kikujungboy (kikujungboy via www.imago-images)
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Die Zinswende macht Bankkredite teurer. In der aktuellen ungewissen Phase, wie hoch die Zinsen noch ansteigen, werden Fixzinskredite  wieder attraktiver.

Wer wissen möchte, wie es mit den Kreditzinsen weitergeht, muss lediglich die Swapsätze beobachten. Denn daran orientieren sich die Fixkreditzinsen – der Swapzins gibt Auskunft darüber, zu welchem Preis die Bank den Fixzinssatz am Markt einkaufen kann. Heuer zwischen Jänner und April ist der 15-jährige EUR-Swapsatz von unter einem halben Prozent auf 1,70 Prozent gestiegen und vervollständigt damit die Aufwärtsfahrt der vergangenen Monate. Die Europäische Zentralbank (EZB) steht unter Druck, die Banken passen ihre Konditionen unverzüglich an – im ersten Quartal haben sich die Fixzinskredite zwischen 0,5 und 0,6 Prozentpunkte verteuert. Dafür gibt es eine Vielzahl an Gründen: Energie- und Rohstoffpreise entfachten weltweit die stärkste Inflationswelle seit rund 40 Jahren. Die USA erleben diese hohe Inflationsrate gleichzeitig bei einer äußerst geringen Arbeitslosenquote von unter vier Prozent – während die Stundenlöhne um rund 5,5 Prozent ansteigen. Gleichzeitig sind die Erstanträge auf Arbeitslosenunterstützung auf den niedrigsten Stand seit über 50 Jahren gesunken. Deshalb hat die amerikanische Notenbank Fed bereits gehandelt und Mitte März eine erste Leitzinsanhebung durchgeführt.

Unsicherheit in der Finanzwelt

Matthias Ederer arbeitet seit über 13 Jahren in der amerikanischen Finanzwelt, er begann seine Karriere bei Goldman Sachs in London und übersiedelte 2009 nach New York. Nun arbeitet er bei BC Partners und beschäftigt sich hauptsächlich mit Investitionen im Kreditumfeld. Eine Situation wie die aktuelle gab es in den USA seit den 1970er-Jahren nicht mehr, sagt er. Dortige Haushalte haben in den vergangenen 24 Monaten hauptsächlich von der Fiskalpolitik profitiert und nicht von der Geldpolitik, denn jeder Haushalt bekam Subventionen. Dass jetzt neben der hohen Inflationsrate und den geopolitischen Problemen gleichzeitig in der Geld- und Fiskalpolitik die Zügel angezogen werden, sorge für eine verstärkte Unsicherheit.