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Salzburg

Das einzige Einhorn von Salzburg

Thomas Punzenberger (l.) hat 1987 die COPA-DATA gegründet. Wenige Monate später kam Bruder Alexander Punzenberger als Verstärkung.(c) Wieland
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COPA-DATA hat sich auf die Digitalisierung von Fabriken, von industriellen Prozessen spezialisiert und werkt mit 400 Beschäftigten für renommierte internationale Kunden.

Salzburgs bestes Familienunternehmen ist erst 35 Jahre jung, aber war als Softwarefirma von Anfang an seiner Zeit voraus. „Wir machen Digitalisierung von Fabriken, von industriellen Prozessen, überall, wo etwas industriell gefertigt wird. Dort sind wir zu Hause“, sagt Thomas Punzenberger, CEO der COPA-DATA GmbH aus der Stadt Salzburg.

Die Anwendungen finden sich in der Automobilindustrie, wo das Unternehmen sehr stark tätig ist. Weiters in der Pharmaindustrie, in der Getränke- und Nahrungsmittelindustrie – und auch in der Metallindustrie sei man stark verbreitet. „Unser wichtigster Markt ist die Energiewirtschaft“, sagt Punzenberger.

Der Softwarespezialist hat das Unternehmen 1987 gegründet – in einer Zweizimmerwohnung. „Ein Zimmer zum Schlafen, ein Zimmer zum Arbeiten und kurze Zeit später ist dann mein Bruder dazugekommen, weil die Arbeitslast einfach zu hoch war für einen allein.“

„Ich habe die COPA-DATA 1987 in einer Zweizimmerwohnung gegründet – ein Zimmer zum Schlafen, ein Zimmer zum Arbeiten.“

Thomas Punzenberger, CEO COPA-DATA


Dann haben sich die Brüder aufgeteilt, Thomas, der Techniker, ist für die Softwareplattform zuständig; Alexander Punzenberger mehr fürs operative Geschäft – für den Vertrieb und das Marketing und den Aufbau neuer Märkte.

Mit seinen mittlerweile fast 400 Beschäftigten, davon rund die Hälfte in Salzburg, ist COPA–DATA in 51 Ländern aktiv und hält 19 Niederlassungen, 16 Distributoren und hat mehr als 350 Partnerunternehmen.

„Der Erfolg der Gruppe liegt sicherlich auch in der Unabhängigkeit unseres Unternehmens“, betont Geschäftsführer Alexander Punzenberger. „Es gibt kein Investment von irgendeiner Bank oder irgendeinem Riesen. Diese Unabhängigkeit spürt man auch in unserer Technologie. Und das macht uns stark und auch einzigartig.“

Auf die Dienste von COPA-DATA und auf die Softwareplattform „zenon“ vertrauen mittlerweile fast 800 Kunden – darunter weltweit tätige Unternehmen wie Microsoft, Pfizer, BMW und Heineken. Mit „zenon“ werden auch Solar- und Windparks in Jordanien und Südkorea oder Umspannwerke in Australien gesteuert.
Selbst in den zwei Jahren der Coronapandemie konnte COPA-DATA zulegen. Die Brüder verbuchten zuletzt einen Jahresumsatz von 64 Millionen Euro.

Blickt man zurück, dann kann man erkennen, dass „wir uns vom Wachstum her wir in den vergangenen Jahren eigentlich unseren Umsatz alle fünf Jahre verdoppeln konnten“, sagt Thomas Punzenberger.

Dieser Erfolg bleibt auch nicht verborgen. „Unklassifiziert kommt fast täglich etwas herein“, sagt Thomas Punzenberger. „Der Klassiker ist eine Beteiligungsanfrage, um auszubauen und nach fünf Jahren wieder zu verkaufen“, meint Thomas Punzenberger. Aber die Brüder denken nicht daran, zu verkaufen. „Es wird gerade die nächste Generation aufgebaut, ins Unternehmen einzusteigen, um die Unabhängigkeit abzusichern“, sagt Alexander Punzenberger. Auch habe man zur Entlastung der beiden Chefs drei familienfremde Geschäftsführer in die COPA-DATA berufen.
Dennoch schmeichelt es den Brüdern, dass die COPA-DATA seit Kurzem im aktuellen Bericht des internationalen Beratungsunternehmens i5growth als eines von sechs als „Unicorn“ klassifizierten Unternehmen Österreichs geführt wird. Im Bundesland Salzburg ist es sogar das einzige. Als Unicorn, oder zu Deutsch „Einhorn“, werden private Start-up-Unternehmen bezeichnet, die von Investoren auf mindestens eine Milliarde US-Dollar taxiert und bewertet sind.

Copa-Data

Firmensitz: Salzburg
Gründung: 1987
Eigentümerfamilie: Punzenberger, befindet sich in der 1. und 2. Generation
Umsatz 2021: 64 Millionen Euro
Beschäftigte: 400
Branche/Tätigkeit: Software für Industrie- und Energieautomatisierung