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Temperatur

30-Grad-Marke wird in Österreich zunehmend früher erreicht

Clemens Fabry
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Im Durchschnitt zeigt der Thermometer den ersten 30-Grad-Tag am 19. Mai an. Das ist um eineinhalb Wochen früher als noch vor 30 Jahren.

Eis essen, ins Freibad gehen und in der Sonne liegen - All das wird diese Woche in Österreich schon möglich sein. Denn es wird zum ersten Mal in diesem Jahr ein 30er bei der Temperaturanzeige erwartet. Das entspricht in etwa dem Durchschnitt der letzten Jahre. Vor rund 30 Jahren wäre das noch ein früher Termin gewesen.

„Im Zeitraum 1961 bis 1990 wurde die 30-Grad-Marke im Durchschnitt am 30. Mai erreicht, mit einer typischen Schwankungsbreite von ungefähr Mitte Mai bis Mitte Juni“, berichtet Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). „Im Zeitraum 1991 bis 2020 gab es den ersten 30er im Durchschnitt am 19. Mai, bei einer typischen Schwankungsbreite von Anfang Mai bis Anfang Juni. Die 30-Grad-Marke wird also mittlerweile um rund eineinhalb Wochen früher erreicht“, sagt Orlik.

Frühester 30er am 17. April

Auch wenn die 30-Grad-Marke tendenziell immer früher erreicht wird, schwankt der Termin ihres Eintreffens weiterhin teilweise stark. Das zeigten insbesondere die letzten Jahre: 2020 gab es den ersten 30er des Jahres im Messnetz der ZAMG am 23. Mai, im Jahr 2019 am 3. Juni.
2021 wurde die 30-Grade-Marke in Österreich bereits am 10. Mai erreicht.
 
Den frühesten 30er der Messgeschichte gab es am 17. April 1934 in der Stadt Salzburg. Im Jahr 1989 ließ die Hitze in Österreich sehr lange auf sich warten. Damals wurden erst am 2. Juli die ersten 30 Grad registriert.

(red.)