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Gastkommentar

Krieg, Klima und Flucht: Unsere Welt ist bedroht

„Putin Killer!“ Schild bei Gegendemonstration von Unterstützern der Ukraine in München am 9. Mai 2022.
„Putin Killer!“ Schild bei Gegendemonstration von Unterstützern der Ukraine in München am 9. Mai 2022.IMAGO/Wolfgang Maria Weber
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Nach Srebrenica schien ein weiterer Krieg in Europa unvorstellbar. Putin und Russland haben uns eines Schlechteren belehrt.

DER AUTOR

Ernst Löschner (*1943) ist ehemaliger Bankdirektor, lebt in Wien und Maria Alm. Gründer (2007) und Ehrenpräsident (seit 2019) von Alpine Peace Crossing und APC-Help. Initiator des Aufrufs für eine menschliche Flüchtlingspolitik („Gegen Unmenschlichkeit“, 2013).

Tausende Tote auf beiden Seiten und Millionen Menschen auf der Flucht. Das ist die bisherige Bilanz des russischen Angriffs der Ukraine. Die mittel- bis langfristigen Folgen werden das Leben auf der ganzen Welt jedoch auf noch erschreckendere Weise fundamental ändern. Die bereits jetzt gigantischen Militär- und Rüstungsausgaben werden gewaltig gesteigert. Dafür werden Bildung, das Klima und soziale Leistungen nachgereiht.

In Ostafrika waren 13 Millionen Menschen schon vor Ausbruch des Ukraine-Krieges vom Hungertod bedroht. 490(!) Millionen Menschen „leben“ in Afrika von weniger als zwei Euro am Tag. Die nunmehrigen Ernteausfälle und die stark gestiegenen Preise für Getreide haben die Versorgungslage drastisch weiter verschlechtert.