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Ukraine-Krieg

Russische Cyberangriffe hatten Auswirkungen auf Europa

APA/dpa/Patrick Pleul
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Bei den Cyberangriffen auf die Ukraine sind auch EU-Mitgliedsländer seit Beginn des Angriffskriegs immer wieder betroffen. Das alles sei Teil „des russischen Spielplans“.

Auch die US-Regierung wirft Russland im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine Cyberangriffe mit Auswirkungen auf mehrere europäische Länder vor. Moskau habe Ende Februar Angriffe gegen kommerzielle Satellitenkommunikation gestartet, um die ukrainische Befehls- und Kontrollstruktur während der Invasion zu stören, teilte US-Außenminister Antony Blinken am Dienstag mit.

Zuvor hatte die Europäische Union erklärt, dass ein russischer Cyberangriff gegen die Ukraine kurz vor Kriegsbeginn auch Auswirkungen auf die Mitgliedsländer gehabt habe. Diese Attacke habe eine Stunde vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar stattgefunden.

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Der Angriff auf die Ukraine wird nicht nur am Boden und aus der Luft geführt. Seit Mittwochnachmittag meldet das Land massive Cyberangriffe. Sicherheitsexperten entdeckten in Hunderten Computern zudem eine neue Version der Schadsoftware „Wiper“. Russland weist die Vorwürfe, hinter diesen Angriffen zu stehen, zurück.

Die US-Regierung sprach von russischen Aktionen mit Auswirkungen auf die Ukraine und auf andere Länder in Europa. Es seien Satellitenempfänger und -sender mit Antennen (VSAT) in der Ukraine und in ganz Europa deaktiviert worden. Dazu gehörten den US-Angaben nach auch Zehntausende VSAT außerhalb der Ukraine, die unter anderem Windkraftanlagen unterstützten oder Internetdienste für Privatpersonen bereitstellten.

Alles Teil „des russischen Spielplans“ 

In den Monaten vor und nach dem Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine sei es dort außerdem zu einer Reihe weiterer störender Cyber-Aktivitäten gekommen, so Blinken. Die USA hätten festgestellt, dass Russland etwa Schadsoftware wie "Wiper" in ukrainischen Regierungs- und Privatnetzwerken eingesetzt hätte. "Diese störenden Cyberoperationen begannen im Jänner 2022, also vor Russlands illegalem Einmarsch in die Ukraine, und wurden während des gesamten Krieges fortgesetzt" so Blinken.

Die US-Regierung hatte bereits vor Kriegsbeginn immer wieder vor russischen Cyberangriffen gegen die Ukraine gewarnt. Dies alles sei Teil des "des russischen Spielplans", betonte der US-Außenminister nun erneut. Die US-Regierung unterstütze die Ukraine im Kampf gegen diese Angriffe - etwa bei der Beschaffung von Hard- und Software zum Schutz gegen derartige Attacken. Technische Experten und Unternehmen wie Microsoft, helfen der US-Regierung mit der Identifizierung von Schadsoftware und der Wiederherstellung von Systemen nach einem Vorfall helfen.

(APA/bagre)