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Kolumne

Wir wollen nicht abrüsten

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 441. Warum der „war for talents“ nicht beendet ist.

Wie hatte man sich da vor Jahren gefreut, einen scheinbar knackigen Begriff dafür gefunden zu haben, Mitarbeitende für das eigene Unternehmen zu erobern.

Doch in diesem Frühjahr stellt man fest: Hoppla, der Slogan ist politisch gar nicht korrekt. Krieg sagt man nicht. Gut, man geht es anders an als Wladimir Putin, der das Wort durch „militärische Spezialaktion“ ersetzt. So wurde quasi über Nacht aus dem – Achtung, Sprechblase – „war for talents“ das „race for talents“. Was aber inhaltlich nichts ändert. Diese Abrüstung ist also ein Schmäh. Für Unternehmen ist es nach wie vor gleich einfach oder schwierig, die richtigen Mitarbeitenden zu finden.

Also werden sie weiter ringen mit der Konkurrenz.
Ups, sagt man ja auch nicht mehr: Wie hart der Wettbewerb auch immer sein mag, man sagt jetzt Marktbegleiter.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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