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Ausbruch aus Russland

Pussy Riot-Mitglied gibt erstes Konzert nach Flucht aus Russland

Marija Aljochina trat bereits in Berlin auf.
Marija Aljochina trat bereits in Berlin auf.Imago/Mauersberger
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Maria Aljochina hatte sich als Essens-Lieferantin verkleidet und war über Belarus geflohen. In Berlin trat sie am Donnerstagabend wieder mit Pussy Riot auf. Am Sonntag kommt sie nach Tirol.

Mit einem lautstark unterstützten Protest gegen die russische Führung hat die regierungskritische russische Punkband Pussy Riot am Donnerstagabend in Berlin ihre Europatournee mit 19 Auftritten begonnen. Mit dabei war auch die Aktivistin Maria Aljochina, die kurz davor aus Russland geflohen ist. Die Einnahmen des Konzertes sollten an minderjährigen Flüchtlinge des Krieges und ein Krankenhaus in der Ukraine gehen.

Basierend auf dem Buch "Riot Days" von Aljochina präsentierte die "Pussy Riot Anti-War Tour" ein Performance-Projekt aus Musik, Theater und Videoeinspielungen. Am Sonntag gastiert sie mit Pussy Riot in Tirol: In St. Johann in Tirol ist ein Konzert in der "Alten Gerberei" vor rund 150 Besuchern geplant.

Pussy Riot wurde vor zehn Jahren durch ein Konzert in einer Moskauer Kirche gegen Machthaber Wladimir Putin schlagartig weltweit bekannt. Aljochina wurde deswegen 2012 mit ihrer Bandkollegin Nadeschda Tolokonnikowa zu zwei Jahren Straflager verurteilt. Ende 2013 wurden sie begnadigt und kamen frei.Aljochina geriet aber immer wieder ins Visier der russischen Strafverfolgungsbehörden, etwa im Zusammenhang mit Demonstrationen für den eingesperrten Kremlgegner Alexej Nawalny. Zuletzt stand sie unter Hausarrest.

Um ihren Überwachern in Moskau zu entkommen, verkleidete sie sich als Essens-Lieferantin. Mithilfe von Freunden gelangte sie über Belarus nach Litauen.

(APA/dpa)