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Venediger Au

Bauen ohne Widmung: Wie geht das?

Das betroffene Feld in der Venediger Au.
Das betroffene Feld in der Venediger Au.(c) Die Presse (Clemens Fabry)
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Die Sport-&-Fun-Halle am Praterstern wird als „temporärer Bau“ errichtet. Denn: Die Flächenwidmung passt nicht.

Es ist eines dieser Projekte, über das sich jeder Politiker freut, wenn er es präsentieren darf: der Bau einer neuen Sporthalle. Konkret die Sport-&-Fun-Halle Praterstern in der Venediger Au. Ein Holzbau mit grünem Dach und Solaranlage. Drinnen sollen auf 3500 m2 „Trendsportarten wie Streetball, Soccer, Fitness, Zumba, Kinderturnen“ im Mittelpunkt stehen“, heißt es in der Aussendung, in der sich zwei Stadträte und ein Bezirksvorsteher damit brüsten. Im Moment machen sie das wohl eher nicht. Denn gegen die Halle gibt es – wie so oft bei Neubauten – Proteste.

Sie soll anstelle eines Fußballfelds kommen. Die Anrainer wehren sich gegen die Versiegelung einer Grünfläche durch die 70 Meter lange und 13 Meter hohe „Schachtel“, die rund Dreiviertel des Felds einnehmen soll.
Einer dieser Anrainer ist Erich Koller. Der Architekt sei nicht von Anfang an gegen die Halle gewesen, sagt er zur „Presse“. „Das Nordbahnviertel ist komplett versiegelt, da kommt halt noch etwas dazu.“

Seine Meinung änderte er allerdings, als er sah, unter welchen Rahmenbedingungen die Halle gebaut werden sollte. Sie soll nämlich auf einem Stück Land entstehen, auf dem laut Flächenwidmung derzeit „kein Gebäude“ gebaut werden darf. Die Stadt will es trotzdem umsetzen.