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Interview

Wie wahrscheinlich ist ein Atomschlag?

Eine Topol-M-Interkontinentalrakete auf dem Roten Platz in Moskau.
Eine Topol-M-Interkontinentalrakete auf dem Roten Platz in Moskau.AFP via Getty Images
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Die Schwelle für den Einsatz von Atomwaffen ist selbst in Russland hoch, sagt Experte Pavel Podvig. Doch ignorieren dürfe man die Bedrohung nicht.

Seit Wladimir Putin mit atomaren Schlägen droht und bewusst Ängste schürt, analysieren Expertinnen und Experten, dass ein Angriff nicht sehr wahrscheinlich sei. Soll man Putins Drohgebärden also ignorieren?

Pavel Podvig: Es wäre falsch, diese ganz zu ignorieren. Es gibt Nuklearwaffen, und sie könnten eingesetzt werden. Daher muss immer wieder betont werden, dass jeglicher Einsatz barbarisch und inhuman ist. Die Schwelle für die Verwendung von Nuklearwaffen ist hoch, und so muss es auch bleiben.

Sehen Sie Indizien dafür, dass diese Schwelle in absehbarer Zeit auch sinken könnte?

Aus der Ukraine hören wir, dass Russland taktische Kernwaffen einsetzen könnte. Damit wäre der Einsatz geografisch beschränkt, also kein globales Schreckensszenario. Doch was wäre die potenzielle Mission eines solchen Angriffs? Es gibt keine plausible Erklärung.