„Aktion scharf“ im Advent

Kontrollen. Die Polizei verstärkt ihre Kontrollen rund um Weihnachtsmärkte; erste Großrazzia in Salzburg.

Wien/Red. Es beginnt das traditionelle Spiel im Advent. Hunderttausende Österreicher fahren mit dem Auto zu einem Christkindlmarkt und trinken einen Punsch, während sich die Polizei mit ihren Alkomaten auf die Lauer legt: Die Exekutive hat die traditionelle „Aktion scharf“ rund um Weihnachtsmärkte in ganz Österreich angekündigt – es werden verstärkt Alkoholkontrollen durchgeführt.

Dazu passend warnte der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) vor Alkohol am Steuer. Denn der Anteil der Alkolenker steigt im Dezember deutlich. Während beispielsweise in Niederösterreich während des Jahres sieben Prozent aller Verkehrsunfälle durch Alkolenker verursacht werden, sind es im November 9,1 und im Dezember 8,6 Prozent. Bereits ab 0,3 Promille verringern sich die Aufmerksamkeit und die Konzentrationsfähigkeit. Mit 0,5 Promille steigt das Unfallrisiko auf das Doppelte, mit 0,8 sogar auf das Vierfache, so VCÖ-Experte Martin Blum.

Dass die Ankündigung der Polizei keine leeren Worte sind, mussten bereits die Autofahrer in Salzburg zur Kenntnis nehmen. Dort hat die Polizei in der Nacht auf Samstag im ganzen Bundesland Alkoholrazzien durchgeführt und dabei 16 betrunkene Autofahrer aus dem Verkehr gezogen. 30 Streifen, davon 14 im Großraum der Landeshauptstadt, haben 1135 Fahrzeuge angehalten und kontrolliert. Razzien in anderen Bundesländern, die Alkolenkern als Ziel haben, sollen in Kürze folgen.

("Die Presse", Print-Ausgabe, 29.11.2010)

Lesen Sie mehr zu diesen Themen:

Mehr erfahren

Österreich

Extrem-Raser im Visier der Polizei

Strafverschärfung. 2011 müssen Temposünder, die massiv gegen Geschwindigkeitsbeschränkungen verstoßen, ihren Führerschein bis zu sechs Monate abgeben.

Dieser Browser wird nicht mehr unterstützt
Bitte wechseln Sie zu einem unterstützten Browser wie Chrome, Firefox, Safari oder Edge.