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Leitartikel

Wir brauchen jetzt Krisenmanager, nicht hilflose Wohlfühlpolitiker

Vom bloßen „Beobachten“ durch eilig eingesetzte Kommissionen wird kein Gasspeicher voll.(c) imago images/Addictive Stock (Philippe Degroote via www.imago-images.de)
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Wer sagt den Regierenden, dass jetzt nicht Fiakerpferde und Radfahrer die großen Probleme des Landes sind, sondern Gaskrise und Strompreisschock?

Jetzt haben die Chefs beider Regierungsparteien ihre parteiinterne Wiederwahl in der Tasche, könnten sich also wieder ein wenig ums Regieren kümmern. Die Bevölkerung soll sich ja angeblich mit ein paar ernsteren Problemchen konfrontiert sehen. Der ungewissen Gasversorgung beispielsweise. Oder explodierenden Strompreisen, um nur zwei zu nennen. Und da geht vielen ob der anhaltend aufreizenden Hilflosigkeit beziehungsweise Untätigkeit der Politik langsam die Hutschnur hoch.

Es wäre also nicht ganz verkehrt, würde der Bundeskanzler seinen Vizekanzler bitten (Richtlinienkompetenz hat er ja keine), dessen für Energie zuständige Kronprinzessin und einige andere Ministerkollegen darauf hinzuweisen, dass derzeit nicht das Überqueren von Kreuzungen bei Rotlicht durch Radfahrer oder das Verbot von Fiakern in Wien das Hauptanliegen der Menschen im Lande ist. Sondern die Frage, wie sie ihre nächste Energierechnung begleichen sollen und ob im Winter die Gastherme noch wärmt.