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Analyse

SPÖ: Abwarten und wegducken

20220501 1. Mai-Aufmarsch der SPOE Wien VILLACH, OESTERREICH - 1. APRIL: Blick auf den vollen Rathausplatz. Am Rednerpu
Bürgermeister Michael Ludwig hält seine schützende Hand über Rendi-Wagner.IMAGO/SEPA.Media
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Die SPÖ punktet derzeit mehr durch Schweigen als durch eine offensive Politik. Die macht derzeit eigentlich nur einer: Burgenlands Landeshauptmann Hans Peter Doskozil.

Wien. Passable Umfrageergebnisse sind Pamela Rendi-Wagners Lebensversicherung. Um diese zu erreichen, setzt die SPÖ-Chefin auf dieselbe Strategie wie einst Grünen-Chef Alexander Van der Bellen: Ruhig verhalten, während andere schlecht dastehen. Die Misere der ÖVP lässt diesen Plan auch halbwegs gelingen – eine selbstbewusste, akzentuierte Politik sieht aber anders aus. Die macht in der SPÖ derzeit eigentlich nur einer: Hans Peter Doskozil.

Dem burgenländischen Landeshauptmann gebührt medial oft überproportional viel Aufmerksamkeit, wenn über die SPÖ gesprochen wird: Immerhin hat das Burgenland nur so viele Bewohner wie die zwei Wiener Bezirke Favoriten und Rudolfsheim-Fünfhaus zusammen. Der Grund dafür liegt mehr in der Schüchternheit seiner Genossen als an Doskozil selbst. Es gibt in der Sozialdemokratie derzeit sonst kaum jemanden, der an die Öffentlichkeit drängt.