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Verbot

Fiaker: Eine Retourkutsche aus Wien

THEMENBILD ++ CORONAVIRUS - FREIZEITAKTIVITAeTEN IN WIEN
Der grüne Vorstoß, Fiaker in Wien zu verbieten, sorgt für heftige Reaktionen.HERBERT PFARRHOFER
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Überrascht reagiert Wien auf das geforderte Fiaker-Verbot aus dem grünen Tierschutz-Ministerium und nimmt grün regierte Städte in die Ziehung.

Seit dem Vorstoß von Tierschutz-Minister Johannes Rauch (Grüne) für ein Verbot von Fiakern gehen die Wogen hoch. Am Dienstag zeigte sich Jürgen Czernohorszky (zuständiger Stadtrat für Tierschutz in Wien) überrascht.

Aktuell würden ja Verhandlungen über den Schutz von Fiakerpferden laufen. Warum Rauch während der Verhandlungen gegenüber der Stadt Wien öffentlich ein Verbot fordere, wisse er nicht, so Czernohorszky. In seinem Ressort wurde darauf verwiesen, dass die nächste Verhandlungsrunde ohnehin im Juni stattfinden wird.

Auch von der Forderung aus dem grünen Ministerium selbst zeigt sich der Wiener Tierschutz-Stadtrat überrascht: In den Gesprächen gehe es seit Langem um die Senkung der Hitzegrenze für Fiakerpferde. In Diskussion ist, dass die Pferde künftig ab 30 Grad Celsius und nicht wie bisher ab 35 hitzefrei gestellt werden. Von einem generellen Verbot sei in den Verhandlungen aber nie die Rede gewesen – bis Rauch es jetzt der Stadt öffentlich ausgerichtet habe, so Czernohorszky: In den vergangenen Monaten habe es außerdem mehrere Gespräche zum Thema „Hitzefrei für Fiakerpferde ab 30 Grad“ auf Landesebene gegeben. Eine „umfassende rechtliche Prüfung“ habe aber ergeben, dass es nicht möglich sei, dieses Thema über ein Landesgesetz zu regeln.