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Ukraine

Krisengipfel zu Flüchtlingsproblemen: Wo es hakt

UKRAINE: TIROL - ANKUNFTSZENTRUM HAUS MARILLAC IN INNSBRUCK
Ukrainische Flüchtlinge sind derzeit vor allem auf Spenden angewiesen.APA/EXPA/JOHANN GRODER
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In der Flüchtlingshilfe gibt es enorme Probleme: Das Geld kommt nicht bei den Geflohenen an, den Helfern geht die Kraft aus. Der Flüchtlingskoordinator will von Ländern nun Lösungen.

Wien. „Hallo, ich schreibe wegen der Hofer-Gutscheine. Meine Tochter (11) und ich sind seit 17. März in Salzburg. Wir haben noch kein Geld bekommen. Kannst du uns helfen?“ So oder so ähnlich klingen die Dutzenden Nachrichten, die täglich auf Tanja Maiers Handy aufpoppen.

Maier ist für viele ukrainische Flüchtlinge in Österreich zur letzten Anlaufstelle geworden. „Die Menschen haben Hunger. So einfach ist das“, sagt sie. Zuerst kaufte Maier Supermarkt-Gutscheine aus ihrer eigenen Tasche und verteilte sie, dann mithilfe von Spenden. „Die Nachfrage hat mich umgehauen“, sagt Maier. „Ich habe keine Ahnung, was der Staat macht.“

Als der Krieg in der Ukraine ausbrach, hat Österreichs Politik schnell reagiert und bereitwillig Flüchtlinge aufgenommen. In Windeseile wurden Ankunftszentren errichtet, Quartiere aufgestellt und Spenden gesammelt. Doch seitdem hakt es gewaltig.Die Kritik, dass Flüchtlinge und Helfer allein gelassen werden, wächst. Sie zwingt Flüchtlingskoordinator Michael Takács nun zum Handeln. Er hat für Donnerstag einen Krisengipfel einberufen.