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RTR-Studie

„Wenn ich Messenger interoperabel mache, dann ist die Sicherheit weg“

IMAGO/Independent Photo Agency I
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Österreicher sind eher bereit, ihren Handytarif zu wechseln, als auf eine Alternative als WhatsApp zuzugreifen. Den Vorstoß der EU, Messenger untereinander operabel zu machen, sieht RTR-Chef Steinmaurer kritisch.

Als „Experten beim Anbieterwechsel“ bezeichnet Michael Krammer, Chef der Ventocom (HoT), die Österreicherinnen und Österreicher. Doch was heißt das konkret und wie wechselfreudig sind die Österreicher, wenn es um Messenger-Dienste, Browser und Suchmaschinen geht? Die österreichische Rundfunk und Telekom Regulierungs-GmbH (RTR) ist dieser Frage genauer nachgegangen. Gleich vorweg: In Österreich herrscht große Plattform-Treue.

Als 2009 die Europäische Union den Software-Riesen Microsoft dazu verdonnerte, seinen Kunden eine Auswahl an Browsern zur Verfügung zu stellen, schwand die einstige Dominanz des Internet Explorers. Alternative Anbieter wie Firefox und Google Chrome konnten schnell die Nutzerinnen und Nutzer überzeugen. Daran hat sich auch hEUte nichts geändert. Doch das Nutzerverhalten am PC lässt sich nicht 1:1 auf die Smartphone-Nutzung umsetzen, wie die Studie der RTR offenlegt.

19 Prozent der Mobilfunkkunden haben in den letzten zwei Jahren ihren Mobilfunkanbieter gewechselt. Grund hierfür war in erster Linie der Preis. 28 Prozent der befragten Personen gaben an, dass inkludierte Einheiten ausschlaggebend waren, ihren alten Anbieter zu verlassen. Die sogenannten Wechselbarrieren, also Gründe den Provider nicht zu wechseln, sind gering. In 17 Prozent der Fälle wurde jedoch angegeben, dass die Rufnummernmitnahme ein entscheidender Faktor gewesen sei. Wobei hier anzumerken ist, dass diese seit dem neuen Telekommunikationsgesetz grundsätzlich kostenlos ist. Generell ist aus der Studie zu erkennen, dass die meisten Kundinnen und Kunden (62 Prozent) zufrieden mit dem bestehenden Angebot sind und 39 Prozent beim Anbieter bleiben, weil sie mit der Netzabdeckung am Wohnort zufrieden sind.