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Unfälle

214.000 Personen mussten 2021 nach einem Sturz im Haushalt ins Spital

Alle 13 Minuten stürzt in Österreich eine Person auf einer Treppe derart schwer, dass sie ins Krankenhaus muss.Die Presse
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Mehr als die Hälfte der Verletzten war über 65 Jahre alt. Unachtsamkeit und Hektik sind häufig die Ursache für Sturzunfälle.

2021 haben sich österreichweit rund 214.000 Personen bei einem Sturz im Haushalt derart schwer verletzt, dass sie im Krankenhaus behandelt werden mussten. Das geht aus Zahlen des Kuratoriums für Verkehrssicherheit (KFV) hervor. "Die Folgen eines oft banal wirkenden Sturzunfalles sind in vielen Fällen insbesondere für ältere Menschen verheerend", sagte Johanna Trauner-Karner vom KFV.

Im Haushalt zählen vor allem Stolperfallen und glatte Untergründe (62 Prozent), Aufstiegshilfen wie Leitern (20 Prozent) und Stiegen (18 Prozent) zu den Hauptursachen für Unfälle. Unachtsamkeit und Hektik sind häufig die Ursache für Sturzunfälle.

Handgelenk am häufigsten verletzt

56 Prozent aller Verletzten, die nach einem Sturz im Krankenhaus behandelt werden müssen, sind 65 Jahre und älter. Am häufigsten ist nach einem Sturzunfall das Handgelenk (elf Prozent) verletzt, gefolgt vom Fußgelenk (zehn Prozent), Oberschenkel und Unterarm (je acht Prozent). "Die Verletzungen reichen von Knochenbrüchen (64 Prozent) bis hin zu Prellungen (13 Prozent)", so Trauner-Karner.

Österreichweit werden jährlich rund 91.600 Personen nach einem Sturz durch Stolpern und 33.600 nach Ausrutschen im Krankenhaus behandelt. Dabei sind Nässe, glatte Fußböden, Teppiche und Bodenunebenheiten, beispielsweise Türschwellen oder Kabeln, die häufigsten Sturzquellen. Etwa alle 13 Minuten stürzt in Österreich eine Person auf einer Treppe derart schwer, dass eine Behandlung im Spital notwendig ist. Pro Jahr betrifft dies absolut betrachtet rund 40.900 Personen. Eine Erhebung des KFV zeige, dass viele Unfälle verhindert werden könnten, wenn Treppenhäuser sicher ausgestattet wären.

7600 Personen werden jährlich nach einem Leitersturz im Haushalt im Spital behandelt. Die meisten dieser Unfälle passieren bei Instandhaltungsarbeiten von Heim und Garten (48 Prozent), Tätigkeiten in der Küche bzw. Reinigungsarbeiten (25 Prozent) und Heimwerken (15 Prozent).

 

(APA)