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Krško

Erdbeben und Baumängel: AKW-Hearing in Graz

Das slowenische Atomkraftwerk, das die Betreiber 20 Jahre länger am Netz halten wollen.
Das slowenische Atomkraftwerk, das die Betreiber 20 Jahre länger am Netz halten wollen.(c) EPA (Stringer)
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Die Betreiber wollen das slowenische Atomkraftwerk Krško bis 2043 weiter betreiben. Diese Pläne müssen sie am Donnerstag in einem Hearing in Graz verteidigen.

Die Kritikpunkte für das slowenische Atomkraftwerk Krško sind fundamental, deshalb ist die Rolle für die Betreiber beim Hearing an der Technischen Universität in Graz schwierig. Bemängelt werden am AKW, das gemeinsam von Slowenien und Kroatien betrieben wird, die Bauweise, der Zustand der Bauten und vor allem die konkrete Örtlichkeit – es steht auf seismisch aktivem Gelände. Das Kraftwerk ist 160 Kilometer von Graz bzw. Klagenfurt entfernt und 270 von Wien.

Die Anhörung in Graz am Donnerstagnachmittag ist möglich durch die international bindend vorgeschriebene Durchführung einer grenzüberschreitenden Prüfung der Umweltverträglichkeit (aufgrund einer EU-Richtlinie). Die Übung trägt zwar zu höherer Transparenz bei: Es müssen technische Unterlagen veröffentlicht werden, die wiederum kommentiert und kritisiert werden können. Einen rechtlichen Hebel, den Genehmigungsprozess für die Betriebsverlängerung zu unterbrechen, gibt die internationale Anhörung allerdings nicht her.

Aber selbst dieses Hearing wollten die Betreiber zunächst nicht – allerdings unterlagen sie in einem Verfahren, das die slowenische Umweltorganisation Focus Friends of the Earth durchgefochten hatte. Außer Österreich können am internationalen Verfahren Kroatien, Italien und Ungarn teilnehmen.