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Die Bilanz

Lässt sich der Wohlstandsverlust bremsen?

Hannes Androsch, Finanzminister während der letzten Stagflation in den 1970er-Jahren (das Foto stammt aus 1977): „Wohlstandsverluste sind unvermeidlich, die Gießkanne hilft dagegen nicht“.Getty Images / Ullstein Bild
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Nicht nur Österreich bekämpft die hohe Inflation bei schwachem Wachstum mit ungeeigneten Mitteln. Es geht jetzt nicht darum, den unvermeidlichen Wohlstandverlust aufzuhalten, sondern den Wiederaufschwung vorzubereiten.

Die Inflationsrate steigt und steigt und die BIP-Prognose sinkt und sinkt. Es wird nicht mehr lang dauern, und Österreich wird wie die gesamte Eurozone in einer handfesten Stagflation – hohe Inflation bei wenig oder gar keinem Wachstum – stecken. Eine Situation, mit der die Wirtschaftspolitik sichtlich noch nicht recht umgehen kann.

Was auch kein Wunder ist: Zuletzt war dieser giftige, sehr schwer unter Kontrolle zu bekommende Mix vor fast 50 Jahren, in den 70ern des vorigen Jahrhunderts, Realität. Es gibt also keine aktiven Wirtschaftspolitiker mehr, die damit Erfahrung hätten. Und nur noch ganz wenige Altpolitiker, die während der letzten ähnlichen Situation aktiv waren.