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Kolumne

Zur Belustigung

Sprechblase
SprechblaseClemens Fabry
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Sprechblase Nr. 442. Warum „Zur Info“ wenig Informationsgehalt hat.

Das englische „How are you?“ hat sich als Begrüßungsfloskel bei uns eingebürgert. Man fragt nach dem Befinden, setzt ein „Gut“ als Antwort voraus und, ohne weiter darauf einzugehen, das eigene Anliegen fort.

Diese Kommunikation bringt kaum mehr, als Stille zu vermeiden. Sie ließe sich also einsparen, zumal das alles mit echtem Interesse wenig zu tun hat.

Einsparen könnte man in Mails, die man lediglich weiterleitet, auch die – Achtung, Schreibblase – oft gelesenen Worte „Zur Info“. Warum sonst sollte man ein Mail weitergeleitet bekommen? Diese Kommunikation bringt kaum mehr, als Weißraum zu vermeiden.

Wenn jemand schon etwas dazuschreiben möchte, dann wirklich Hilfreiches und etwas, das erklärt, warum sich das Mail zu lesen lohnt. Zum Beispiel: zur Belustigung. Oder: zur Zeitverschwendung.

 

In den Sprechblasen spürt Michael Köttritsch, Leiter des Ressorts "Management & Karriere" in der "Presse", wöchentlich Worthülsen und Phrasen des Managersprechs auf und nach.

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