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Die Spanische Hofreitschule kommt nicht zur Ruhe

Geschäftsführerin Sonja KlimaValerie Voithofer
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In der Spanischen Hofreitschule gibt es eine hohe Fluktuation bei essenziellen Mitarbeitern, der Frust scheint groß zu sein. Ein Berater durchleuchtet gerade das Unternehmen – Veränderungen in der Chefetage sind nicht ausgeschlossen.

Gut ein halbes Jahr ist vergangen, seitdem die „Causa Grauschimmel“ die Spanische Hofreitschule zum Beben gebracht hat. Da ist bekannt geworden, dass die Tochter von Langzeit-Aufsichtsratspräsident Johann Marihart im Jahre 2013 einen Lipizzaner um 12.000 Euro erworben und dieser dann nicht nur Unterkunft in der Hofreitschule, sondern auch eine Ausbildung für Aufführungen erhalten hat. Marihart ist mittlerweile zurückgetreten, und jetzt wird hinter den Kulissen verhandelt: Gemäß Empfehlung der Anwaltskanzlei Dorda wird die Hofreitschule den Lipizzaner wieder zurückkaufen. Es könnte also wieder Ruhe in die gut 450 Jahre alte österreichische Institution einkehren. Mitnichten.

In der Hofreitschule ist die Stimmung offenbar eher suboptimal, was sich recht gut an der ziemlich hohen Fluktuation beim Personal bemerkbar macht. Genau genommen ist diese Fluktuation seit dreieinhalb Jahren zu beobachten – seit Sonja Klima zur Geschäftsführerin ernannt worden ist. Und da ist die Rücktrittswelle gleich zu ihrer Bestellung gar nicht eingerechnet. Trotzdem soll sie an dieser Stelle kurz in Erinnerung gerufen werden: Anfang 2019 sucht man eine Nachfolge für Geschäftsführerin Elisabeth Gürtler. Personalberater Korn Ferry wurde damit betraut, der Posten wurde ausgeschrieben. Erstgereihter unter etlichen Kandidaten war schlussendlich Herwig Radnetter, der eine jahrzehntelange Tätigkeit in der Hofreitschule vorzuweisen hatte.