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Fahrbericht

Auch motorisch geht der Kodiaq RS mit der Zeit

Schnell wie die Feuerwehr – das liegt bei der Farbe nahe: Skoda Kodiaq RS.
Schnell wie die Feuerwehr – das liegt bei der Farbe nahe: Skoda Kodiaq RS.(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)
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Raus mit dem Diesel, rein mit dem Benziner: Skoda hat den Kodiaq RS überarbeitet, ihm eine neue Motorisierung verpasst und ihn leichter gemacht. Beim Spaßfaktor muss man keine Abstriche machen.

Wien. Die Zeiten haben sich geändert. Man muss das nicht mehr betonen, aber man muss es sich in Erinnerung rufen, wenn man in den neuen Skoda Kodiaq RS einsteigt.

RS ist der Zusatz bei Skoda für die sportlichen Versionen der verschiedenen Modelle. Man will ja nicht nur aus pragmatischen Gründen, wegen des guten Preises bei sehr guter Verarbeitungsqualität, geliebt, man will auch respektiert und ernst genommen werden.

Der Kodiaq ist das Flaggschiff der Marke. Wir haben in der Vergangenheit schon ausgiebig über dieses SUV geschwärmt. Jetzt hat man ihn überarbeitet – und mit der Überarbeitung kommt auch eine neue Motorisierung für die RS-Version.

Einst wurde er von einem Vierzylinder Dieselmotor mit 240 PS angetrieben, jetzt – weil Diesel ja mittlerweile pfui ist – ist es im RS ein Vierzylinder Benzinmotor mit 245 PS. Wir müssen niemandem, der diese Seite liest, den Unterschied erklären: 245 Benzin-PS können beim Andrücken nicht mit 240 Diesel-PS mithalten. In Zahlen ausgedrückt: 370 Newtonmeter beim neuen stehen 500 Nm beim alten Kodiaq RS gegenüber.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Macht der neue Kodiaq RS also keinen Spaß mehr? So ist's nicht, weil ja der Benzinmotor unmittelbarer anspricht als der Dieselmotor und auch den längeren Atem hat: Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der neue RS 6,5 Sekunden, der alte Diesel-RS benötigte dafür 6,9 Sekunden. Und bei der Höchstgeschwindigkeit ist jetzt erst fast zehn km/h später, bei 234 km/h, Schluss – wir haben es auf der frühmorgendlich leeren deutschen Autobahn ausprobiert. Am Endes Tests stand ein Verbrauch von knapp zehn Litern.

Skoda hat viel getan, um den großen Kodiaq RS trotz des Drehmomentverlusts agil zu halten. Das gelingt vor allem mit einer Gewichtsreduktion. Der RS bringt zwar weiterhin knapp 1800 Kilogramm auf die Waage, die Techniker haben aber im Vergleich zum Vorgänger fast einen Beifahrer eingespart (knapp 70 Kilogramm weniger). Erreicht hat man das vor allem mit dem leichteren Benzinmotor undeinem überarbeiteten Siebengang-DSG-Getriebe. Der Kodiaq RS fühlt sich auf flotter Kurvenfahrt auf jeden Fall dynamisch an. Dazu trägt das adaptive Fahrwerk bei, das die Dämpfer je nach Fahrmodus anpasst. Der Allradantrieb gehört beim Kodiaq ohnehin zur Grundausstattung.

Nachgeschärftes Auftreten

Äußerlich haben die Designer nachgeschärft, es fallen die sportlichen Stoßfänger auf, die (teilweise gefakten) großen Lufteinlässe und die 20-Zoll-Leichtmetallfelgen. Apropos Fake: Auch der Klang des Motors ist nicht echt – was erwartet man sich von einem Vierzylinder? Man kann den generierten Sound völlig wegschalten, uns hat er doch recht gut unterhalten.

(c) Die Presse/Clemens Fabry (Clemens Fabry)

Im Innenraum gibt es nichts zu bemängeln, es gibt Sportsitze, hübsche rote Ziernähte, die Bedienung ist dank Schaltern und Drehreglern übersichtlich und unkompliziert. Seltsam war, dass die Spracherkennung zwar unsere Befehle erkannte, sie zur Bestätigung auch wiederholte – aber ignorierte. Etwa bei der Suche nach Tankstellen entlang der Route.

Der Skoda Kodiaq RS kostet in Österreich ab 62.280 Euro.


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